Microsoft treibt seine Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Energieversorgung rasant voran. Eine neue Partnerschaft mit Nvidia soll die Genehmigung von Atomreaktoren durch KI drastisch beschleunigen. Während das Management an gigantischen Zukunftsprojekten baut, wächst an der Wall Street jedoch die Skepsis über die rasant steigenden Kosten dieser Strategie.

KI beschleunigt Atomkraft-Ausbau

Auf der CERAWeek-Konferenz in Houston präsentierte der Softwarekonzern gemeinsam mit Nvidia ein neues Ökosystem. Mithilfe generativer KI und digitaler Zwillinge sollen Reaktordesigns simuliert und langwierige Lizenzierungsverfahren verkürzt werden. Ein Pilotprojekt mit dem Tool „Gordian AI“ auf der Azure-Cloud zeigte beachtliche Ergebnisse: Ein 208-seitiges Sicherheitsdokument für Reaktoren wurde an nur einem Tag in offizielle Zulassungsanträge umgewandelt – ein Prozess, der manuell vier bis sechs Wochen dauert.

Ziel der Kooperation ist es, die durchschnittliche Bauzeit von Atomkraftwerken von derzeit rund sieben Jahren spürbar zu senken. Dies passt zu den jüngsten Plänen des Konzerns, gemeinsam mit dem Versorger Constellation Energy einen Reaktor im Kernkraftwerk Three Mile Island wieder hochzufahren, um den massiven Energiehunger der eigenen Rechenzentren zu stillen.

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Investoren sorgen sich um Ausgaben

Trotz dieser langfristigen Infrastrukturprojekte steht die kurzfristige finanzielle Entwicklung unter strenger Beobachtung. Anleger treibt vor allem die Sorge um die massiven Kapitalausgaben um. Für das im Juni endende Geschäftsjahr 2026 werden diese voraussichtlich 146 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zwar wuchs das Cloud-Geschäft mit Azure zuletzt um stabile 38 Prozent, allerdings verläuft die Adaption des KI-Assistenten Copilot bei Unternehmenskunden langsamer als von Analysten erhofft.

Diese Skepsis bezüglich der Investitionseffizienz spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier über 23 Prozent an Wert verloren und markierte zuletzt bei 310,25 Euro ein neues 52-Wochen-Tief – der stärkste Quartalsrückgang für den Konzern seit der Finanzkrise 2008.

Umbau in der Chefetage

Parallel zu den technologischen Wetten ordnet CEO Satya Nadella die Führungsstruktur neu. Rajesh Jha, Leiter der wichtigen Sparte Experiences + Devices (Windows, Office, Xbox), geht am 1. Juli 2026 nach über 35 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand. Einen direkten Nachfolger wird es nicht geben. Stattdessen berichten künftig mehrere Führungskräfte, darunter die Verantwortlichen für Windows, Copilot und LinkedIn, direkt an Nadella.

Diese flachere Hierarchie soll offenbar die Entscheidungswege für kommende Großprojekte straffen. Dazu zählt auch der für 2028 geplante KI-Supercomputer „Stargate“, den Microsoft derzeit gemeinsam mit OpenAI entwickelt.

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