Morgan Stanley bleibt optimistisch, die Schweiz ermittelt gegen das Unternehmen – und die Aktie hat in den letzten vier Wochen über fünf Prozent verloren. Bei Microsoft prallen derzeit verschiedene Entwicklungen aufeinander, die Anleger vor den anstehenden Quartalszahlen am 28. Januar genau im Blick behalten sollten.

Analysten setzen auf KI-Wachstum

Morgan Stanley bekräftigte am 14. Januar seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 650 US-Dollar – das entspräche einem Potenzial von rund 38 Prozent. Die Begründung liefert eine hauseigene Umfrage unter Chief Information Officers: Für Microsoft erwarten die IT-Entscheider 2026 ein Wachstum von 7,3 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als noch in der Erhebung vom zweiten Quartal 2025.

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Besonders die Cloud-Plattform Azure festigt ihre Marktführerschaft. Laut Umfrage laufen 53 Prozent aller Anwendungen auf Azure – und die befragten CIOs gehen davon aus, dass Microsoft diese Position in den nächsten drei Jahren verteidigen wird.

Schweizer Wettbewerbshüter werden aktiv

Weniger erfreulich für den Konzern: Die Schweizer Wettbewerbskommission COMCO hat am 15. Januar eine Voruntersuchung zu Microsofts Lizenzpraktiken eingeleitet. Hintergrund sind Beschwerden privater Unternehmen, Behörden und öffentlicher Firmen über deutlich gestiegene Lizenzgebühren.

Die Behörde prüft nun, ob die Vorwürfe eine formelle Untersuchung rechtfertigen. Microsoft erklärte, man werde mit der Kommission kooperieren und sei dem Schweizer Wettbewerbsrecht verpflichtet. Eine weitere regulatorische Baustelle in Europa – wenn auch vorerst nur im Anfangsstadium.

Wikipedia-Deal stärkt KI-Ambitionen

Positiv hingegen die Nachricht vom 15. Januar: Microsoft hat sich Zugang zu Wikipedias Inhalten gesichert. Die Wikimedia Foundation bestätigte eine Lizenzvereinbarung, die dem Konzern erlaubt, die 65 Millionen Artikel in über 300 Sprachen für das Training seiner KI-Modelle zu nutzen.

Tim Frank, Corporate Vice President bei Microsoft, betonte die Bedeutung verlässlicher Daten für die KI-Entwicklung. Der Deal verschafft dem Unternehmen hochwertiges Trainingsmaterial für Azure und die Copilot-Dienste – ein wichtiger Baustein im Wettbewerb um generative KI.

Blick auf die Quartalszahlen

Mit 43 Analysten, die Microsoft beobachten, liegt die durchschnittliche Kurszielschätzung bei 630 US-Dollar. Die Mehrheit rät zum Kauf, lediglich vier Experten bleiben neutral.

Am 28. Januar folgen die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026. Entscheidend wird, ob Azure sein hohes Wachstumstempo hält – im Vorquartal lag das Plus bei 40 Prozent – und wie sich die Copilot-Nutzung in Unternehmen entwickelt. Mit einem Auftragsbestand von 392 Milliarden US-Dollar und geplanten Investitionen in den Ausbau der Rechenzentren bleibt die KI-Story der zentrale Bewertungsfaktor für die Aktie.

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