Der Iran-Krieg schickt die US-Märkte auf Talfahrt. Steigende Ölpreise, eskalierende Spannungen rund um die Straße von Hormus und eine zunehmend eingeschränkte Geldpolitik der Fed drücken auf die Stimmung der Anleger.

Tankerangriffe treiben den Druck

Der S&P 500 gab gestern, Donnerstag, um 0,9 Prozent auf 6.717 Punkte nach. Bereits am Mittwoch hatte der Index leicht im Minus geschlossen. Der Auslöser ist wenig überraschend: Im Persischen Golf wurden erneut Öltanker angegriffen. Iranische Boote setzten mit Sprengstoff beladene Schiffe in irakischen Gewässern in Brand, woraufhin Ölhäfen ihren Betrieb vollständig einstellten.

Brent-Rohöl sprang dabei zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Barrel – trotz der angekündigten Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven der Internationalen Energieagentur. Eine außergewöhnliche Maßnahme, die dennoch verpuffte. Der neue iranische Religionsführer Modschtaba Chamenei drohte offen mit der Blockierung der Straße von Hormus, einem der kritischsten Nadelöhre der globalen Energieversorgung.

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Fed in der Bredouille

Was den Druck auf den S&P 500 zusätzlich erhöht: Die steigenden Energiepreise gefährden das Inflationsziel der Federal Reserve. Die jüngsten US-Verbraucherpreisdaten für Februar lagen mit 2,4 Prozent zwar im Rahmen der Erwartungen. Doch diese Zahlen wurden durch die geopolitischen Entwicklungen sofort in den Hintergrund gedrängt.

An den Terminmärkten rechnen Investoren inzwischen nur noch mit einem einzigen Zinsschritt der Fed in diesem Jahr. Ursprünglich hatten Marktteilnehmer auf deutlichere Erleichterungen gehofft. Energiegetriebene Inflation lässt sich durch Zinssenkungen kaum bekämpfen – ein Dilemma, das die Notenbank zunehmend einengt. Auch die Europäische Zentralbank gerät unter Druck: Marktbeobachter halten mittlerweile sogar eine Zinserhöhung der EZB bereits im Juni für denkbar.

Risikoscheu bestimmt das Bild

Kein Wunder also, dass Anleger derzeit einen großen Bogen um risikobehaftete Anlageklassen machen. Neben dem S&P 500 verlor auch der Nasdaq 100 mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 24.703 Punkte überdurchschnittlich stark. In Asien rutschte der Nikkei um 1,6 Prozent ab – Japan als großer Energieimporteur trifft der Ölpreisanstieg besonders hart.

Solange die geopolitische Lage am Golf angespannt bleibt und Öl über 90 Dollar notiert, dürfte die Risikobereitschaft an den Märkten gedämpft bleiben. Der S&P 500 steht damit vorerst unter strukturellem Abwärtsdruck.

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