Micron Technology hat am 28. Februar 2026 Indiens erste Halbleiter-Montagefabrik eröffnet – und die Anlage produziert bereits kommerziell. Das $2,75 Milliarden teure Werk in Sanand, Gujarat, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach KI-Speicher weltweit die Kapazitäten übersteigt. Während andere Chiphersteller noch planen, liefert Micron schon aus.

900 Tage vom Memorandum zur Produktion

Die Geschwindigkeit des Projekts ist bemerkenswert: Im Juni 2023 wurde die Absichtserklärung unterzeichnet, im September der Grundstein gelegt – und bereits im Februar 2026 startete die kommerzielle Produktion. Premierminister Narendra Modi betonte bei der Eröffnung, dass dieser Zeitrahmen von 900 Tagen deutlich unter dem liegt, was in entwickelten Ländern üblich ist.

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Die Anlage ist ISO-zertifiziert und verfügt über mehr als 46.000 Quadratmeter Reinraum-Fläche – einer der weltweit größten auf einer einzigen Ebene. Dort werden DRAM- und NAND-Wafer aus Microns globalen Fertigungsstandorten zu fertigen Speicherprodukten verarbeitet. Das erste Liefer-Projekt: Memory-Module für Dell-Laptops, die in Indien für den indischen Markt produziert werden.

Von Millionen zu Hunderten Millionen Chips

Micron plant, 2026 mehrere Dutzend Millionen Chips in Sanand zu montieren und zu testen. 2027 soll die Produktion auf Hunderte Millionen skalieren. Die Fabrik ergänzt Microns geplante Hightech-Produktionsstätten in den USA und Japan und diversifiziert die globale Lieferkette des Unternehmens.

Parallel zur Indien-Eröffnung hat Micron den Spatenstich für eine $100-Milliarden-Fab in New York vollzogen und seine gesamte HBM4-Produktion für 2026 unter mehrjährigen Verträgen vergeben. Die Strategie ist klar: Micron baut Kapazitäten massiv aus, während die Konkurrenz mit Lieferengpässen kämpft.

Rekordzahlen als Rückenwind

Die operative Expansion wird von außergewöhnlichen Finanzdaten gestützt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen Umsatz von $13,64 Milliarden – ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge kletterte auf 56 Prozent, der operative Cashflow erreichte $8,41 Milliarden.

Für das zweite Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von $18,7 Milliarden in Aussicht gestellt, was einem sequenziellen Wachstum von 37 Prozent entspricht und deutlich über den Analystenerwartungen liegt. Wall-Street-Schätzungen gehen davon aus, dass Microns Umsatz im Gesamtjahr auf $76 Milliarden steigen könnte – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

HBM-Markt wächst auf $100 Milliarden

Der Markt für High-Bandwidth-Memory, in dem Micron führend ist, hatte 2025 ein Volumen von $35 Milliarden. Analysten erwarten ein jährliches Wachstum von 40 Prozent bis 2028, was den Markt auf rund $100 Milliarden bringen würde. Microns gesamte HBM-Produktion für 2026 ist bereits ausverkauft und vertraglich gebunden – eine ungewöhnlich hohe Planungssicherheit in einem traditionell zyklischen Geschäft.

Deutsche-Bank-Analystin Melissa Weathers verweist auf steigende Speicherpreise und knappe DRAM-Verfügbarkeit, die bis 2027 oder 2028 anhalten könnte. Die Kombination aus struktureller Nachfrage, langfristigen Verträgen und Lieferengpässen schafft eine Phase überdurchschnittlicher Profitabilität.

Am 18. März legt Micron die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor. Investoren werden besonders auf Kommentare zur HBM-Hochlaufgeschwindigkeit und zur DRAM-Preisentwicklung achten.

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