Micron Technology steht im Zentrum einer umfassenden Neubewertung an der Wall Street. Getrieben durch den KI-Boom und ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage überbieten sich Analysten derzeit mit neuen Kurszielen. Während die Produktion für wichtige Speicherchips bereits ausverkauft ist, deuten die Prognosen auf eine massive Gewinnsteigerung im Jahr 2026 hin.

Wall Street sieht deutliches Aufwärtspotenzial

Als Reaktion auf die veränderte Marktlage haben gleich mehrere große Investmentbanken ihre Prognosen drastisch nach oben korrigiert. KeyBanc erhöhte das Kursziel am Dienstag von 325 auf 450 US-Dollar und bestätigte das Rating "Overweight". Auch die Bank of America zeigte sich optimistischer und hob ihr Ziel von 300 auf 400 US-Dollar an, begleitet von einer Kaufempfehlung. UBS schloss sich dem an und korrigierte das Kursziel ebenfalls auf 400 US-Dollar.

Ausgehend vom gestrigen Schlusskurs bei 338,13 US-Dollar implizieren diese Anpassungen ein erhebliches Kurspotenzial. Begründet wird dieser Optimismus vor allem mit drei Faktoren:
* Preismacht: Analysten beobachten stabilere Preise für DRAM- und NAND-Speicherchips.
* Angebot: Die strukturelle Knappheit sorgt für eine außergewöhnlich hohe Planungssicherheit bei den Umsätzen.
* KI-Nachfrage: Der Ausbau der KI-Infrastruktur macht Micron zu einem entscheidenden Akteur, insbesondere im Bereich High-Bandwidth Memory (HBM).

Knappheit treibt die Margen

Das positive Sentiment der Analysten deckt sich mit den Aussagen des Unternehmens. Die aktuelle Knappheit bei Speicherchips, primär getrieben durch die Nachfrage aus KI-Rechenzentren, wird voraussichtlich anhalten. Micron gab an, dass die Produktionskapazitäten für stark nachgefragte Komponenten wie HBM für das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft sind. Dies schafft ein Umfeld mit hohen Margen für den Chiphersteller.

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Eine schnelle Entspannung auf der Angebotsseite ist nicht in Sicht. Zwar befinden sich neue Fertigungsanlagen in der Entwicklung, doch diese werden kurzfristig keine Abhilfe schaffen. Laut Einschätzung von KeyBanc ist mit der Inbetriebnahme neuer "Greenfield"-Produktionskapazitäten frühestens Mitte 2027 zu rechnen.

Gewinnsprung erwartet

Diese Angebots-Nachfrage-Dynamik hat direkte Auswirkungen auf die Finanzprognosen. Nachdem Micron im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 bereits ein Umsatzwachstum von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, rechnen Marktbeobachter nun mit einer Explosion beim Gewinn. Der Konsens geht davon aus, dass der Gewinn je Aktie (EPS) von 8,29 US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 auf rund 32,30 US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 steigen wird.

Dieses enorme Gewinnwachstum verändert die Bewertungsperspektive grundlegend. Während die Aktie auf Basis vergangener Gewinne teuer erscheinen mag, relativieren die Zukunftsprognosen das Bild deutlich. Einige Analysten halten angesichts der erwarteten Gewinne für 2026 sogar eine Verdopplung des Aktienkurses für möglich, ohne dass die Bewertung überzogen wäre.

Die Kombination aus voll ausgebuchten Kapazitäten, steigender Preismacht und einer erst in Jahren verfügbaren Konkurrenzproduktion stützt den langfristigen Aufwärtstrend. Der leichte Rückgang von 0,42 Prozent auf Sicht von sieben Tagen erscheint vor diesem Hintergrund als bloße Konsolidierung in einem übergeordneten Wachstumszyklus.

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