Der Hype um künstliche Intelligenz zeigt keine Ermüdungserscheinungen – und treibt die Gewinner der Branche von Rekord zu Rekord. Micron Technology, einer der weltweit größten Speicherchiphersteller, profitiert dabei besonders stark von der explosionsartig wachsenden Nachfrage nach High-End-Speicherlösungen. Jetzt hat das Unternehmen seine Prognosen für das laufende Quartal deutlich nach oben geschraubt. Die Frage ist: Kann Micron diese Erwartungen auch erfüllen – und was bedeutet das für die Aktie?

Spektakuläre Prognose-Anhebung

Am 11. August überraschte Micron Technology die Märkte mit einer massiven Anhebung der Prognosen für das vierte Quartal 2025. Das Unternehmen erhöhte seine Umsatzerwartung auf 11,2 Milliarden US-Dollar – eine satte Steigerung von 500 Millionen Dollar gegenüber der vorherigen Prognose. Noch beeindruckender fiel die Anpassung bei den Gewinnerwartungen aus: Der erwartete Gewinn pro Aktie wurde um 0,35 Dollar auf 2,85 Dollar angehoben.

Hinter diesen Zahlen steckt eine einfache, aber mächtige Dynamik: Die Preise für DRAM-Speicherchips steigen stärker als erwartet, getrieben von der ungebremsten Nachfrage nach KI-Lösungen. Insbesondere High-Bandwidth Memory (HBM), eine Spezialtechnologie für KI-Anwendungen, entwickelt sich zum Wachstumstreiber. Microns jüngste Quartalszahlen untermauern diesen Trend: Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 36,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar, wobei das Geschäft mit Rechenzentren sich mehr als verdoppelte.

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Analysten im Bullenmodus

Die überarbeiteten Prognosen lösten eine Welle der Begeisterung unter Analysten aus. UBS bekräftigte am 27. August seine Kaufempfehlung und ein Kursziel von 155 Dollar. Analyst Timothy Arcuri lobte die überarbeitete Prognose und verwies auf die starke Marktpositionierung des Unternehmens. Auch die CLSA Bank stieg mit einer "Outperform"-Einstufung und ebenfalls einem Kursziel von 155 Dollar ein.

Das Stimmungsbild unter den 33 analysierenden Banken ist überwältigend positiv: 23 empfehlen den Titel als "Strong Buy", nur eine einzige Bank rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel von knapp 150 Dollar deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial hin – falls Micron die hohen Erwartungen erfüllen kann.

Alles steht und fällt mit der KI

Microns Erfolg ist eng mit dem anhaltenden KI-Boom verknüpft. Die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern für KI-Server und Rechenzentren scheint ungebremst, während gleichzeitig die Preise für Speicherchips steigen. Die Einführung der fortschrittlichen 1-gamma DRAM Technologie und das wachsende HBM-Portfolio geben Micron zusätzliche Wettbewerbsvorteile in diesem lukrativen Marktsegment.

Doch der Speichermarkt ist bekannt für seine Zyklen – und die aktuelle Hochphase könnte irgendwann ein Ende finden. Die entscheidende Frage wird sein, wie nachhaltig die KI-getriebene Nachfrage wirklich ist und ob Micron seine Technologieführerschaft behaupten kann.

Nächster Meilenstein: Quartalszahlen am 23. September

Am 23. September wird Micron die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal vorlegen – und damit den Beweis antreten, ob die optimistischen Prognosen berechtigt waren. Besonders genau werden Investoren auf die tatsächlich erreichten Margen und die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr achten.

Sollte Micron die Erwartungen übertreffen, könnte die Aktie ihren bereits beachtlichen Jahresgewinn von 23 Prozent weiter ausbauen. Falls die Zahlen jedoch enttäuschen, droht eine herbe Enttäuschung – bei den aktuellen Bewertungen wäre kaum Luft nach unten.

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