Micron Aktie: Bernstein zündet Rakete
Micron Technology startet fulminant ins neue Jahr. Die Aktie schoss am 2. Januar um mehr als 10 Prozent nach oben und markierte ein neues Allzeithoch bei 315,42 US-Dollar. Auslöser war eine Kurszielstudie von Bernstein, die mitten in eine Phase hineinplatzte, in der sich die Nachfrage nach KI-Speicherchips massiv beschleunigt.
Bernstein hebt Kursziel auf 330 Dollar
Die Investmentbank Bernstein SocGen Group erhöhte ihr Kursziel für Micron von 270 auf 330 US-Dollar – ein Plus von über 20 Prozent. Die Analysten bestätigten gleichzeitig ihre "Outperform"-Einstufung. Begründung: Die Nachfrage nach DRAM-Chips zieht deutlich an, und Micron hat sich im Markt für High-Bandwidth Memory (HBM) eine dominante Position erarbeitet.
Das Handelsvolumen am 2. Januar lag bei 41,9 Millionen Aktien – rund 62 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt von 25,8 Millionen. Ein klares Zeichen für institutionelles Kaufinteresse.
Rekordquartal als Fundament
Die Aufwärtsbewegung baut auf den außergewöhnlich starken Zahlen des ersten Geschäftsquartals 2026 auf, die Mitte Dezember vorgelegt wurden:
- Umsatz: 13,64 Milliarden Dollar (+56% zum Vorjahr)
- Nettogewinn: 5,24 Milliarden Dollar (4,60 Dollar je Aktie)
- Operativer Cashflow: 8,41 Milliarden Dollar – Unternehmensrekord
- Bruttomarge: 56,0% (Vorjahr: 38,4%)
Für das laufende zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz von 18,70 Milliarden Dollar in Aussicht – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge soll auf fast 68 Prozent steigen.
HBM-Kapazität für 2026 komplett ausverkauft
Das Unternehmen hat seine gesamte HBM-Produktionskapazität für 2026 bereits verkauft, einschließlich der nächsten Generation HBM4. Laut Management kann Micron derzeit nur etwa 50 bis 65 Prozent der Nachfrage seiner wichtigsten Kunden bedienen. Diese Angebotslücke dürfte stabile bis steigende Preise bis mindestens 2027 stützen.
Der Gesamtmarkt für HBM soll bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen – zwei Jahre früher als ursprünglich erwartet. Die Engpässe bei Speicherchips für KI-Rechenzentren spielen Micron damit direkt in die Karten.
Investitionsoffensive
Micron erhöhte seine geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2026 auf 20 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 18 Milliarden veranschlagt waren. Im Vorjahr waren es 13,8 Milliarden gewesen. Das Management sieht die KI-getriebene Nachfrage offenbar als strukturellen Wandel, nicht als temporären Boom.
Anfang 2026 will das Unternehmen mit dem Bau einer großen Chipfabrik im US-Bundesstaat New York beginnen. Die Produktion soll 2030 anlaufen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
89 Prozent der Wall-Street-Analysten bewerten die Aktie mit "Kaufen". Die durchschnittlichen Kursziele liegen zwischen 305 und 330 Dollar. Zunehmend wird Micron nicht mehr als zyklischer Rohstofflieferant, sondern als Kernbaustein der KI-Infrastruktur betrachtet.
Trotz des Kursanstiegs von 238 Prozent im Jahr 2025 liegt die Bewertung bei etwa dem 9- bis 10-fachen der erwarteten Gewinne. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 32,14 Dollar – nach 8,29 Dollar im Vorjahr. Die Kombination aus explosivem Gewinnwachstum und moderater Bewertung bleibt attraktiv.
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