Micron Aktie: Analysten drehen durch
Micron Technology hat am Montag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 381,56 Dollar markiert – und gleich mehrere Analysten reagierten mit drastischen Kurszielanhebungen. Der Auslöser: Der Speicherchip-Hersteller hat binnen weniger Tage zwei strategische Großprojekte verkündet, während sich die Versorgungsengpässe am Speichermarkt verschärfen.
Taiwan-Übernahme und New-York-Megafabrik
Am 17. Januar gab Micron bekannt, die P5-Fertigungsanlage von Powerchip Semiconductor Manufacturing Corporation in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die Anlage liegt strategisch günstig nahe den bestehenden Standorten in Taichung und bietet 28.000 Quadratmeter 300-mm-Reinraumfläche. Ab der zweiten Jahreshälfte 2027 soll dort die DRAM-Produktion anlaufen.
Einen Tag zuvor, am 16. Januar, erfolgte der offizielle Spatenstich für Microns 100-Milliarden-Dollar-Megafabrik in Onondaga County, New York. Die Anlage wird aus bis zu vier Fabs bestehen und ist die größte private Investition in der Geschichte des Bundesstaates. Produktionsstart ist für 2030 geplant, erwartet werden 50.000 neue Arbeitsplätze.
Versorgungsengpässe verschärfen sich
TD Cowen hob das Kursziel am 20. Januar von 300 auf 450 Dollar an – eine Steigerung um 50 Prozent. Die Analysten verweisen auf sich verschärfende Engpässe bei DRAM und NAND Flash. Laut TrendForce steigen die Vertragspreise für konventionelles DRAM im ersten Quartal 2026 um bis zu 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während NAND-Flash-Preise um bis zu 38 Prozent zulegen dürften.
Auch Stifel erhöhte das Kursziel von 300 auf 360 Dollar und begründete dies mit den „günstig angespannten" Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2026 und darüber hinaus.
HBM-Kapazitäten ausverkauft
Microns Geschäft läuft prächtig: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (gemeldet am 17. Dezember 2025) kletterte der Umsatz um 57 Prozent auf 13,64 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge lag bei 56,8 Prozent. Für das laufende zweite Quartal peilt das Management 18,7 Milliarden Dollar Umsatz an.
Besonders bemerkenswert: Micron hat seine gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 bereits verkauft – inklusive des branchenführenden HBM4-Speichers. Das Management erklärte, nur rund 60 Prozent der Nachfrage nach KI-Speicherchips bedienen zu können.
Ausblick
Die Investitionen in Taiwan und New York sind Teil eines rund 200 Milliarden Dollar schweren US-Expansionsprogramms, mit dem Micron 40 Prozent seiner DRAM-Produktion in die USA verlagern will. Der nächste wichtige Termin ist der Quartalsbericht Ende März 2026. Analysten erwarten für das Gesamtjahr ein Gewinnwachstum von über 319 Prozent auf 32,19 Dollar je Aktie.
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