Micron Technology startet als einer der großen Gewinner in das Börsenjahr 2026. Nach einer beeindruckenden Rallye notiert der Speicherchip-Spezialist nahe seinem Allzeithoch. Der Grund für die Euphorie ist fundamentaler Natur: Der Boom bei KI-Anwendungen hat die Auftragsbücher des Unternehmens auf Jahre hinaus gefüllt, während die Produktionskapazitäten längst vergeben sind.

Rekordzahlen übertreffen Erwartungen

Auslöser für den jüngsten Optimismus war der Quartalsbericht vom Dezember, der die Erwartungen an der Wall Street weit hinter sich ließ. Der Umsatz sprang im ersten Geschäftsquartal 2026 um 57 Prozent auf 13,64 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf Micron seine eigene Prognose deutlich.

Verantwortlich für diesen Sprung ist die enorme Nachfrage nach Speicherlösungen für Rechenzentren. Auch die Profitabilität verbesserte sich massiv: Die Bruttomarge kletterte im Jahresvergleich um 17 Prozentpunkte auf rund 57 Prozent. Alle Geschäftsbereiche, vom Cloud-Speicher bis hin zu Automobillösungen, verzeichneten zweistellige Wachstumsraten.

Preismacht durch HBM-Knappheit

Zentraler Treibstoff der Kursentwicklung ist der Markt für High-Bandwidth Memory (HBM), der für leistungsfähige KI-Chips unverzichtbar ist. Das Management bestätigte, dass die gesamte HBM-Produktionskapazität für die Kalenderjahre 2025 und 2026 bereits vollständig ausverkauft ist – und das zu festen Preisen.

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Diese Knappheit verleiht Micron eine enorme Preismacht. Berichte deuten darauf hin, dass Wettbewerber wie Samsung und SK Hynix die Preise für die nächste Speichergeneration um fast 20 Prozent anheben. Micron profitiert direkt von dieser Disziplin in der Branche. CEO Sanjay Mehrotra erwartet nun, dass der Gesamtmarkt für diese Spezialspeicher bis 2028 ein Volumen von 100 Milliarden Dollar erreichen wird – zwei Jahre früher als ursprünglich prognostiziert.

Prognose signalisiert Beschleunigung

Der Ausblick auf das laufende zweite Geschäftsquartal untermauert die Wachstumsstory. Das Management stellt einen Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Besonders bemerkenswert ist die Gewinnerwartung: Der Gewinn je Aktie soll sich gegenüber dem Vorquartal beinahe verdoppeln. Marktbeobachter werten dies als Zeichen dafür, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage noch länger anhalten wird.

Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider: Mit einem Plus von über 235 Prozent in den letzten zwölf Monaten gehört das Papier zu den Top-Performern im Tech-Sektor. Aktuell notiert der Kurs bei 285,41 US-Dollar und damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 294,37 US-Dollar.

Analysten heben Ziele an

Die Kombination aus sicheren Aufträgen und steigenden Margen überzeugt auch die Analysten. Der Konsens liegt mittlerweile bei einem Kursziel von rund 292 US-Dollar, wobei einige Experten in der Spitze bis zu 350 US-Dollar für realistisch halten. Mit geplanten Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2026 rüstet sich Micron nun massiv auf, um die ungebrochene Nachfrage der KI-Serverfarmen auch langfristig bedienen zu können.

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