Metaplanet Aktie: Schwankungsreiches Jahr
Metaplanet ist mit starken Kursschwankungen ins neue Jahr gestartet. Nach einer Rally von über 20 % in der ersten Januarwoche gab der Titel im jüngsten Handel rund 7 % nach und schloss bei 494 Yen. Auslöser der Bewegung ist vor allem eine wichtige Index-Entscheidung von MSCI sowie neue Daten zu den Bitcoin-Beständen und der Bewertung.
MSCI-Entscheidung und Kursrally
Die jüngsten Ausschläge folgen auf den Beschluss von MSCI, digitale Treasury-Unternehmen mit Bitcoin-Beständen nicht aus den globalen Indizes auszuschließen. Damit fiel ein Risiko weg, das entsprechende Titel über Monate belastet hatte.
In der Folge zog die Bewertung von Metaplanet deutlich an. Das Multiple zum Net Asset Value (mNAV) stieg kurzfristig auf etwa 1,25 – den höchsten Stand seit vor der Kryptomarktkorrektur im Oktober. Der Kurs kletterte von einem Tief bei rund 340 Yen im November bis auf 531 Yen, bevor die aktuelle Konsolidierung einsetzte.
Wichtige Treiber der jüngsten Entwicklung:
- MSCI belässt Bitcoin-Treasury-Unternehmen in den globalen Indizes
- Metaplanet meldete Bitcoin-Käufe im Volumen von 451 Mio. US-Dollar im 4. Quartal 2025
- Die BTC-Rendite für 2025 lag bei 568,2 %
- Das Bitcoin-Einkommensgeschäft erzielte 55 Mio. US-Dollar Umsatz und übertraf damit die Erwartungen
Bitcoin-Bestand und Buchverluste
Metaplanet hält derzeit 35.102 Bitcoin und ist damit weltweit die viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Treasury-Gesellschaft sowie die größte in Asien. In der Phase intensiver Käufe von Oktober bis Dezember zahlte das Unternehmen im Schnitt 105.412 US-Dollar pro Coin.
Über den gesamten Bestand liegt die durchschnittliche Kostenbasis bei rund 102.000 US-Dollar je Bitcoin. Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 93.000 US-Dollar ergibt sich daraus aktuell ein nicht realisierter Verlust von rund 16,5 % auf die Kryptoposition.
Ziel von 210.000 BTC bis 2027
Das Management verfolgt einen klaren Expansionsplan: Bis 2027 sollen 210.000 Bitcoin aufgebaut werden, was etwa 1 % des Gesamtangebots entspricht. Die Strategie orientiert sich an der Vorgehensweise des US-Unternehmens Strategy (ehemals MicroStrategy), dem größten Unternehmenshalter von Bitcoin weltweit.
Zur Finanzierung dieser Ausweitung hat Metaplanet mehrere Maßnahmen umgesetzt:
- Aufnahme eines Bitcoin-besicherten Kredits über 130 Mio. US-Dollar
- Emission dividendenberechtigter Vorzugsaktien zur Ansprache institutioneller Investoren
- Zugang für US-Anleger über ADR-Listings geschaffen
- Unterstützung des norwegischen Staatsfonds für die Kapitalbeschaffungspläne erhalten
Bewertung und Marktrisiken
Trotz der Rally bleiben Bewertungsfragen bestehen. Eine DCF-Analyse deutet darauf hin, dass die Aktie gemessen an traditionellen Kennziffern deutlich überbewertet sein könnte; in einem Modell ergibt sich ein mögliches Überbewertungspotenzial von über 1.300 %.
Der Enterprise Value liegt derzeit bei rund 585 Mrd. Yen, während der Marktwert der Bitcoin-Bestände bei etwa 3,3 Mrd. US-Dollar liegt. Der Markt preist damit einen erheblichen Aufschlag auf die reine Bitcoin-Position ein, insbesondere für die weitere Akkumulationsstrategie und das ertragbringende Bitcoin-Geschäft.
Indexrisiken bleiben bestehen
MSCI hat zwar vorerst für Entspannung gesorgt, gleichzeitig aber eine umfassendere Konsultation zu nicht-operativen und investitionsorientierten Unternehmen angekündigt. Damit sind Index- und Regulierungsrisiken für Bitcoin-Treasury-Gesellschaften nicht endgültig vom Tisch, sondern zunächst aufgeschoben.
Die Bewegung von 531 auf 494 Yen unterstreicht, wie sensibel der Titel auf Nachrichten rund um Kryptowährungen und Indizes reagiert. Kurzfristig hängen Kursentwicklung und Schwankungsbreite maßgeblich von der Bitcoin-Preisstruktur und weiteren Entscheidungen großer Indexanbieter ab.
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