Metaplanet hält 35.102 Bitcoin – und kauft seit acht Wochen keinen einzigen mehr. Stattdessen gründet das Tokioter Unternehmen gleich zwei neue Tochtergesellschaften und will damit das werden, was es bislang nur finanziert hat: ein aktiver Baustein der Bitcoin-Finanzinfrastruktur.

Zwei neue Töchter, zwei Kontinente

Die Metaplanet Ventures K.K. soll in Tokio rund 4 Milliarden Yen (etwa 27 Millionen US-Dollar) über zwei bis drei Jahre in regulierte Bitcoin-Infrastruktur investieren. Geplant sind Beteiligungen an Unternehmen aus den Bereichen Lending, Zahlungsabwicklung, Lightning Network, Custody und Compliance-Technologie. Ergänzt wird das durch ein Inkubator-Programm für frühe Startups sowie ein Förderprogramm für Open-Source-Entwickler.

Das erste konkrete Investment steht bereits fest: Metaplanet hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, bis zu 2,6 Millionen US-Dollar in JPYC Inc. zu investieren – Japans FSA-registrierten Yen-Stablecoin-Emittenten, der seine Reserven überwiegend in japanischen Staatsanleihen hält. Der Deal soll im April abgeschlossen werden.

Parallel dazu entsteht in Miami die Metaplanet Asset Management – eine Plattform für Bitcoin-Kapitalmarktprodukte, die asiatische und westliche Investoren zusammenbringen soll. Geplant sind Bitcoin-Renditeprodukte, Festzinsstrukturen sowie aktiv gemanagte Strategien. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen aus diesen Einheiten noch keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag.

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Starkes Wachstum, schwere Verluste

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen das Spannungsfeld, in dem Metaplanet operiert. Der Umsatz stieg um 738 Prozent auf umgerechnet rund 58 Millionen US-Dollar, das operative Ergebnis wuchs um 1.694 Prozent auf etwa 41 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wies das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 620 Millionen US-Dollar aus – bedingt durch nicht realisierte Bewertungsverluste auf seine Bitcoin-Position.

Bei einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 107.716 US-Dollar pro Bitcoin summieren sich die unrealisierten Verluste auf etwa 680 Millionen US-Dollar. Die Aktie notiert rund 25 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und mehr als 40 Prozent unter dem Stand von vor sechs Monaten – deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 746 Yen.

Ambitionierte Ziele, offene Finanzierungsfragen

An seinen langfristigen Zielen hält Metaplanet fest. Der sogenannte 555-Millionen-Plan sieht 100.000 Bitcoin bis Ende 2026 und 210.000 Bitcoin bis 2027 vor. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 104 Millionen US-Dollar und ein operatives Ergebnis von 74 Millionen US-Dollar. Eine Nettogewinnprognose gibt es angesichts der Bitcoin-Preisvolatilität nicht.

Die Finanzierung der neuen Initiativen soll aus dem laufenden Cashflow der Bitcoin-Treasury-Operationen stammen. Ob das bei aktuell acht Wochen ohne neue Bitcoin-Käufe und einem Kurs deutlich unter dem Einstandspreis ausreicht, um gleichzeitig Ventures-Investitionen, eine Miami-Plattform und den Weg zu 100.000 BTC zu stemmen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.

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