Japans größtes börsennotiertes Bitcoin-Unternehmen will mehr sein als ein passiver BTC-Sammler. Metaplanet gründet zwei neue Tochtergesellschaften und positioniert sich damit als aktiver Aufbauer von Bitcoin-Finanzinfrastruktur — ein klarer Strategiewechsel, der an der Börse zunächst nicht gut ankam.

Zwei neue Töchter, zwei unterschiedliche Märkte

Am 11. März meldete Metaplanet über die Tokioter Börse die Gründung von Metaplanet Ventures und Metaplanet Asset Management. CEO Simon Gerovich bestätigte die Entscheidung des Vorstands kurz darauf über X.

Metaplanet Ventures übernimmt die Rolle eines Venture-Capital-Arms. Geplant sind Investitionen von rund 4 Milliarden Yen (etwa 25 Millionen Dollar) in Unternehmen, die Bitcoin-Infrastruktur in Japan aufbauen — von Lending-Plattformen über Custody-Lösungen bis hin zu Compliance-Tools. Als erstes Investment unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung für eine Beteiligung von bis zu 2,6 Millionen Dollar an JPYC Inc., Japans erstem lizenzierten Yen-Stablecoin-Emittenten. Der Deal soll im April abgeschlossen werden.

Metaplanet Asset Management hingegen wird in Miami angesiedelt und soll asiatische und westliche Kapitalmärkte verbinden. Der Fokus liegt auf Bitcoin-Anlageprodukten und Kapitalmarktberatung. Finanziert werden beide Einheiten aus dem Cashflow der bestehenden Bitcoin-Treasury-Operationen.

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Ehrgeizige Ziele, schwieriges Umfeld

Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar — weltweit die viertgrößte Position unter börsennotierten Unternehmen. Das erklärte Ziel von 100.000 BTC bis Ende 2026 bleibt bestehen, erfordert aber noch rund 65.000 weitere Bitcoin in den verbleibenden neun Monaten des Jahres. Seit Anfang Januar wurden keine neuen Käufe gemeldet.

Finanziell war 2025 ein schwieriges Jahr. Der Nettoverlust belief sich auf rund 95 Milliarden Yen (598 Millionen Dollar), getrieben durch nicht realisierte Bewertungsverluste infolge von Bitcoin-Preisbewegungen. Gerovich verweist dagegen auf einen operativen Gewinn, der sich im Jahresvergleich um 1.695 Prozent verbessert habe — ein Zeichen, dass das operative Geschäft an Fahrt gewinne. Für das Geschäftsjahr 2026 plant das Unternehmen mit einem Umsatz von 16 Milliarden Yen und einem operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen.

Aktie unter Druck

Die Ankündigung begeisterte Anleger nicht. Die Aktie gab am Meldungstag um 4,6 Prozent nach. Seit dem Höchststand von 1.930 Yen im Juni 2025 hat der Kurs rund 82 Prozent verloren und notiert derzeit bei etwa 358 Yen. Seit Jahresbeginn 2026 beträgt das Minus 25 Prozent, auf Sechsmonatssicht sogar mehr als 40 Prozent — eine Entwicklung, die Metaplanet mit anderen Bitcoin-Treasury-Unternehmen wie Strategy teilt.

Am 25. März findet in Yokohama die 27. ordentliche Hauptversammlung statt. Dort dürfte Gerovich die neue Strategie erstmals direkt vor den Aktionären vertreten müssen.

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