Der Kursrückgang bei Metaplanet trifft das Unternehmen an einer besonders empfindlichen Stelle. Nicht nur das Bitcoin-Portfolio ist derzeit tief im Minus — auch der Finanzierungsmechanismus, der die aggressive Kaufstrategie am Laufen halten soll, droht zum Stillstand zu kommen.

Die mNAV-Klausel und ihr Puffer

Im Zentrum der Sorgen steht eine Schutzklausel aus der jüngsten Finanzierungsrunde. Die sogenannte „Market Net Asset Value"-Klausel (mNAV) der 27. Warrant-Serie erlaubt die Ausübung der Bezugsrechte nur dann, wenn der Aktienkurs mindestens das 1,01-fache des modifizierten Nettoinventarwerts beträgt — einer Kennzahl, die aus Marktkapitalisierung und Bitcoin-Bestand berechnet wird.

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Als die Finanzierung am 16. März angekündigt wurde, lag das Verhältnis noch bei komfortablen 1,11x. Seitdem hat der Kursrückgang den Puffer erheblich geschmolzen. Am 17. März verlor die Aktie 12 %, am 20. März weitere rund 7 % auf etwa 320 Yen — und damit auch die technische Unterstützung bei der 15-Tage-Linie.

Sinkt der Kurs weiter unter die 1,01x-Schwelle, friert der Warrant-Mechanismus ein. Das ist genau das Gegenteil dessen, was die Konstruktion leisten soll: frisches Kapital für weitere Bitcoin-Käufe generieren.

Kapitalerhöhung mit Nebenwirkungen

Die Finanzierungsrunde selbst war zunächst positiv aufgenommen worden. Metaplanet platzierte Aktien im Wert von 40,8 Milliarden Yen (rund 255 Millionen Dollar) mit einem Aufschlag von 2 % auf den Referenzpreis. Dazu kamen 1,07 Millionen Warrants mit einem Ausübungspreis von 410 Yen, die bis März 2028 laufen.

Der anschließende Kursrückgang erklärt sich vor allem durch die damit verbundene Verwässerung: Die Ausgabe von rund 107,4 Millionen neuen Aktien entspricht einer Eigentumsminderung bestehender Aktionäre um 18,8 %. Die Mittelverwendung ist klar definiert — 56,9 Milliarden Yen fließen zwischen April 2026 und März 2028 in Bitcoin-Käufe, 21,1 Milliarden Yen in die Rückzahlung von Verbindlichkeiten.

Ehrgeizige Ziele, schwieriges Umfeld

Erschwerend kommt hinzu, dass Metaplanets Bitcoin-Bestand von 35.102 BTC derzeit tief unter Wasser liegt. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei rund 107.000 Dollar pro Coin — deutlich über dem aktuellen Marktpreis.

An den strategischen Zielen hält das Unternehmen fest: Das „555 Million Plan" sieht vor, den Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis Ende 2027 auf 210.000 BTC auszubauen. Parallel dazu hat der Vorstand zwei neue Tochtergesellschaften genehmigt — Metaplanet Ventures für Bitcoin-Infrastruktur in Japan und Metaplanet Asset Management mit Sitz in Miami.

Am 19. Mai 2026 legt Metaplanet seinen nächsten Quartalsbericht vor. Dann wird sich zeigen, wie weit sich der mNAV-Puffer erholt hat und ob das Tempo der Bitcoin-Akkumulation mit den selbst gesteckten Zielen Schritt halten kann.

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