Metaplanet Aktie: Massive Abschreibung
Die japanische Investmentfirma Metaplanet sorgt für hitzige Diskussionen unter Anlegern. Während eine gigantische Wertberichtigung auf die Bitcoin-Bestände in Höhe von über 104 Milliarden Yen die Bilanz verhagelt, reagiert der Aktienkurs heute überraschend positiv. Was steckt hinter diesem scheinbaren Widerspruch zwischen einem tiefroten buchhalterischen Ergebnis und demonstrativer operativer Stärke?
Ein Buchverlust historischen Ausmaßes
Das beherrschende Thema ist der gemeldete Wertberichtigungsaufwand von 104,6 Milliarden Yen (ca. 680 Millionen US-Dollar) für das Geschäftsjahr 2025. Dieser Verlust resultiert aus der Bewertungsmethode der Krypto-Vermögenswerte: Der Rückgang des Bitcoin-Preises im Dezember 2025 zwang das Unternehmen zu einer drastischen Abschreibung in der Bilanz.
An der Börse sorgte die Nachricht zunächst für Verkaufsdruck. Die Aktie gab gestern um rund 7 Prozent nach. Heute zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild: Der Kurs erholte sich auf 496 Yen, was einem Tagesplus von 4,20 Prozent entspricht. Diese Volatilität verdeutlicht, wie schwer es dem Markt fällt, die Diskrepanz zwischen den reinen Buchverlusten und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung einzuordnen.
Operatives Geschäft wächst gegen den Trend
Trotz der schlagzeilenträchtigen Abschreibung stehen die operativen Kennzahlen auf einem soliden Fundament. Das Management betont, dass es sich bei dem Milliarden-Verlust um einen nicht zahlungswirksamen Vorgang handelt, der weder die Liquidität noch das Kerngeschäft beeinträchtigt. Im Gegenteil: Die Umsatzprognose wurde deutlich angehoben.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Metaplanet nun einen Umsatz von 8,9 Milliarden Yen (58 Millionen US-Dollar), was einer Steigerung von 31 Prozent gegenüber früheren Schätzungen entspricht. Das operative Einkommen soll 6,29 Milliarden Yen erreichen. Dies zeigt, dass die Strategien zur Erzielung von Bitcoin-Erträgen, etwa durch den Verkauf von Call-Optionen, trotz der Kursschwankungen des Basiswerts funktionieren.
Die aktuelle Lage in Zahlen:
- Bitcoin-Bestand: 35.102 BTC (eine Verzwanzigfachung im Jahresvergleich).
- Abschreibung: 104,6 Milliarden Yen nicht zahlungswirksamer Verlust für das Geschäftsjahr 2025.
- Prognose 2026: Umsatzsprung auf 16 Milliarden Yen erwartet.
Strategie bleibt unverändert aggressiv
Das Management lässt sich von den buchhalterischen Effekten nicht beirren und hält an seiner Akquisitionsstrategie fest. Es gibt keine Pläne, die Bitcoin-Käufe zu stoppen. Mit dem aktuellen Bestand positioniert sich Metaplanet mittlerweile als weltweit siebtgrößter börsennotierter Halter der Kryptowährung. Der Markt scheint diesen Fokus auf den Cashflow und das wachsende Asset-Portfolio derzeit höher zu bewerten als den ausgewiesenen Nettoverlust von prognostizierten 76,6 Milliarden Yen.
Die endgültige Bestätigung der Zahlen wird für den 16. Februar 2026 erwartet. Bis dahin dürfte die Aktie weiterhin sensibel auf die Entwicklung des Bitcoin-Kurses sowie auf weitere Kommentare zur Kapitalallokation reagieren.
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