Metaplanet hat zum Jahresende 2025 seine Rolle als aggressiver Bitcoin-Sammler deutlich ausgebaut. Die Gesellschaft meldet einen kräftigen Zuwachs ihrer Bestände, gleichzeitig lasten Kursrückgänge am Kryptomarkt auf der Bilanz. Wie belastbar ist die Strategie in dieser Phase der Korrektur?

Bitcoin-Bestände und Kennzahlen

Zum 30. Dezember 2025 meldet Metaplanet einen Bestand von 35.102 Bitcoin. Im vierten Quartal allein kamen 4.279 BTC hinzu.

  • Q4-Käufe: 4.279 BTC
  • Durchschnittspreis: rund 105.412 US-Dollar je Bitcoin
  • Gesamtvolumen: etwa 451 Mio. US-Dollar (ca. 67 Mrd. Yen)
  • Gesamtbestand: 35.102 BTC
  • Marktwert: rund 3,06 Mrd. US-Dollar (auf Basis von ca. 87.400 US-Dollar je BTC)
  • Gesamter Anschaffungspreis: etwa 3,78 Mrd. US-Dollar
  • Durchschnittlicher Einstandskurs: rund 107.600 US-Dollar je Bitcoin
  • BTC Yield 2025: 568,2 % als zentrale Kennzahl zur Messung des Bitcoin-Zuwachses pro Aktie

Mit dem aktuellen Bitcoin-Kurs liegt Metaplanet deutlich unter dem durchschnittlichen Kaufpreis. Auf Basis der genannten Daten ergibt sich ein nicht realisierter Verlust von über 500 Mio. US-Dollar.

Finanziert wurde der Bestandsaufbau durch eine Kombination aus Fremdkapital, Kapitalerhöhungen und laufendem operativen Cashflow. Das Management setzt damit klar auf einen langfristig höheren Bitcoin-Wert.

Im europäischen Handel – etwa bei Lang & Schwarz – notierte die Aktie zuletzt um 2,24 Euro, ein leichtes Plus von 1,36 % bei geringen Umsätzen. Der Markt verarbeitet damit eine Mischung aus Rekordbeständen und Bewertungsdruck durch die niedrigeren Kryptokurse.

Strategie und Marktumfeld

Die aktuelle Meldung fügt sich in Metaplanets ambitionierten Plan ein. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis Ende 2027 210.000 BTC zu halten. Von den derzeit 35.102 BTC wäre damit etwa eine Versechsfachung der Position nötig. Parallel dazu hat Metaplanet sein früheres Hotelgeschäft faktisch aufgegeben und das Geschäftsmodell auf eine Bitcoin-zentrierte Treasury-Strategie ausgerichtet.

Die Aktie zeigte 2025 extreme Schwankungen. Sie schloss das Jahr bei 405 Yen und liegt damit rund 80 % unter dem Allzeithoch vom Juni 2025. Diese Entwicklung spiegelt vor allem die deutliche Korrektur am Kryptomarkt wider: Bitcoin fiel von Höchstständen um 126.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar.

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Ein zentrales Thema bleibt die Lücke zwischen Aktienkurs und dem rechnerischen Nettovermögen (NAV) aus den Bitcoin-Beständen. Anleger bewerten dabei zwei Punkte gegeneinander:

  • Verwässerung: Weitere Kapitalaufnahmen (Eigen- wie Fremdkapital) zur Erreichung des 210.000-BTC-Ziels
  • Hebel auf Bitcoin: Zusätzliche Kurschancen im Fall einer erneuten kräftigen Erholung des Bitcoin-Preises

Das Vorgehen erinnert an die Strategie von MicroStrategy: günstige Fiat-Finanzierung (in Yen) wird genutzt, um die BTC-Position auszuweiten. Der ausgewiesene BTC Yield von 568 % zeigt, dass der Bitcoin-Anteil je Aktie deutlich ausgebaut wurde – trotz Verwässerung durch neue Aktienausgaben.

Ausblick auf 2026

Mit der Wiedereröffnung der Börse in Tokio am Montag, 5. Januar, rückt die Reaktion des Heimatmarkts auf die finalen Jahresendzahlen in den Fokus.

In den kommenden Wochen sind mehrere Faktoren entscheidend:

  • Bitcoin-Kursentwicklung:
    Ein Anstieg über 100.000 US-Dollar je BTC würde die Bilanzrelationen deutlich verbessern und die unrealisierten Verluste spürbar reduzieren.

  • Finanzierungsnews:
    Um das Ziel von 210.000 BTC zu erreichen, sind weitere umfangreiche Kapitalmaßnahmen bereits im ersten Quartal 2026 eingeplant. Art und Konditionen neuer Schulden- oder Eigenkapitalemissionen werden maßgeblich sein.

  • Neue Analystenmodelle:
    Mit der Kombination aus hohem Bitcoin-Bestand, Kursrückgang und ausgewiesenem BTC Yield ist mit frischer Research-Coverage zu rechnen, die das Verhältnis zwischen kurzfristigen Verlusten und langfristiger „digital-gold“-Logik durchrechnet.

Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer Konsolidierung. In Tokio gilt der Bereich um 400 Yen als wichtige psychologische Unterstützung. Ein Durchbruch nach unten könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen. Ein Anstieg zurück über 500 Yen würde dagegen auf wieder zunehmendes Vertrauen in die Bitcoin-Akkumulationsstrategie hindeuten.

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