Metaplanet hat im vierten Quartal 2025 massiv Bitcoin zugekauft und seine Position als einer der größten börsennotierten BTC-Halter weltweit ausgebaut. Parallel legt das Derivategeschäft deutlich stärker zu als erwartet. Wie passt das zu einer Aktie, die trotz Kurssprung noch weit unter ihrem Jahreshoch notiert?

Größerer Bitcoin-Bestand, ambitioniertes Ziel

Laut einer gestern veröffentlichten Pflichtmitteilung erwarb Metaplanet im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 insgesamt 4.279 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 105.412 US-Dollar je Coin.

Damit erhöht sich der Gesamtbestand auf 35.102 BTC. Über alle Käufe hinweg liegt der durchschnittliche Einstandspreis nun bei rund 107.607 US-Dollar pro Bitcoin. Mit diesem Volumen rangiert Metaplanet nach aktuellen Daten weltweit auf Platz vier der börsennotierten Bitcoin-Treasury-Unternehmen, hinter Strategy (ehemals MicroStrategy), MARA Holdings und XXI.

Das Management hält an dem Ziel fest, bis 2027 insgesamt 210.000 BTC aufzubauen. Das entspräche rund 1 % der gesamten Bitcoin-Menge.

Derivategeschäft übertrifft Erwartungen

Ein Schwerpunkt der Mitteilung waren die Erlöse aus dem Bitcoin-Einkommensgeschäft. Für das Geschäftsjahr 2025 schätzt Metaplanet die Umsätze aus derivativen und ertragsorientierten Strategien auf rund 55 Millionen US-Dollar. Das Management bezeichnet diese Entwicklung als besser als intern erwartet.

Die Erlöse stammen unter anderem aus:
- Covered-Call-Strategien auf den eigenen Bitcoin-Bestand
- Kreditvergabe an institutionelle Marktteilnehmer
- Carry Trades mit BTC als Sicherheiten
- weiteren Bitcoin-besicherten Renditestrategien

Auf Quartalssicht legten diese Umsätze kräftig zu: Von etwa 4,3 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2024 stiegen sie auf rund 26,5 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2025. Das entspricht einem kumulierten Wachstum von rund 57 % pro Quartal.

Aktienkurs und Marktumfeld

Die Aktie schloss gestern in Tokio bei 531 Yen, ein Tagesplus von 4,12 % bei einem Handelsvolumen von 62,4 Millionen Stück. Auf Sicht von fünf Handelstagen ergibt sich ein Anstieg von mehr als 21 %. Die Rally fiel zeitlich mit der Erholung des Bitcoin-Kurses über die Marke von 93.000 US-Dollar zusammen.

Trotz des jüngsten Anstiegs liegt die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.930 Yen und spiegelt damit den Druck wider, unter dem Anbieter mit großem Digital-Asset-Treasury im späten Jahr 2025 standen. Seit Jahresbeginn ergibt sich jedoch bereits ein Kursplus von rund 31 %.

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Die Bewegung bei Metaplanet reiht sich in eine breitere Erholung der Branche ein. In den USA legten Strategy und MARA über die gleichen fünf Tage um 1,6 % beziehungsweise 8,5 % zu. In Japan profitierten kleinere Bitcoin-Treasury-Titel: Convano stieg um mehr als 16 %, Remixpoint um 11 % und Gumi um 6 %.

Ein zusätzlicher Impuls kam vorgestern von Indexanbieter MSCI. Das Unternehmen kündigte an, Digital-Asset-Treasury-Gesellschaften nicht aus seinen globalen Indizes auszuschließen. Dieser Schritt nahm einen Belastungsfaktor vom Markt, der seit Ende 2025 auf dem Sektor gelegen hatte. Laut CoinDesk stieg das Verhältnis von Metaplanets Marktbewertung zum Nettoinventarwert (mNAV) nach der Entscheidung auf etwa 1,25 – der höchste Stand seit vor den Marktturbulenzen im Oktober.

Kritik am Geschäftsmodell hält an

Trotz der Kurserholung bleibt die Skepsis gegenüber dem Geschäftsmodell der Digital-Asset-Treasury-Anbieter bestehen. Brian Huang, Mitgründer der Investmentplattform Glider, erklärte zuletzt, „der anfängliche Hype ist vorbei“. Der Makro-Analyst Alex Kruger ging noch weiter und bezeichnete DAT-Modelle als „Abscheulichkeit“.

Treasury-Position unter Wasser

Bitcoin notierte gestern zwischen 90.700 und 93.700 US-Dollar und schloss nahe 91.000 US-Dollar. Auf Basis des durchschnittlichen Einstandspreises von rund 107.607 US-Dollar je BTC ergibt sich für Metaplanets Bestand aktuell ein nicht realisierter Verlust von etwa 14 %. Daten von BitcoinTreasuries.net quantifizieren diese Lücke Anfang Januar mit rund -13,86 %.

Gleichzeitig generiert das mit Bitcoin unterlegte Einkommensgeschäft weiter positive Cashflows. Diese tragen dazu bei, die buchhalterischen Wertminderungen im Treasury teilweise abzufedern.

Ausblick und nächste Termine

Ende Dezember 2025 hat der Verwaltungsrat Kapitalmaßnahmen beschlossen, um weitere Bitcoin-Käufe zu ermöglichen. Geplant ist unter anderem, die mögliche Anzahl auszugebender Class-A- und Class-B-Aktien zu verdoppeln. Die Struktur der Maßnahme ist darauf ausgelegt, zusätzliche institutionelle Investoren aus dem Ausland anzusprechen.

Der nächste wichtige Termin ist der für den 17. Februar erwartete Quartalsbericht zu den Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der aktuelle Analystenkonsens liegt bei einem „Strong Buy“-Rating mit einem durchschnittlichen Zwölf-Monats-Kursziel von 1.927,50 Yen – deutlich über dem derzeitigen Kursniveau.

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