Der Tech-Gigant Meta Platforms sieht sich gleich an zwei Fronten mit operativen Problemen konfrontiert. Sowohl behördliche Hürden in China bezüglich einer geplanten KI-Übernahme als auch massive Lieferkettenprobleme beim Prestige-Projekt der Ray-Ban Smart Glasses trüben die Stimmung. Während die langfristigen Wachstumstreiber intakt scheinen, sorgen diese aktuellen Stolpersteine für spürbare Verunsicherung bei den Anlegern.

China prüft KI-Deal

Der Hauptgrund für die aktuelle Skepsis liegt in der regulatorischen Unsicherheit rund um Metas Expansionspläne im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Chinesische Behörden haben eine Überprüfung der geplanten 2-Milliarden-Dollar-Übernahme des AI-Startups Manus eingeleitet.

Berichten zufolge untersucht das chinesische Handelsministerium, ob der Deal gegen strenge Export- und Investitionsvorschriften verstößt. Zwar hat Manus seinen Hauptsitz in Singapur, wurde jedoch von chinesischen Staatsbürgern gegründet, was die behördliche Aufsicht auf den Plan rief. Diese Untersuchung schafft unmittelbare Unklarheit über die Umsetzung der KI-Strategie von Meta und veranlasst Investoren zur Vorsicht.

Lieferstopp bei Smart Glasses

Zusätzlich belastet ein Auslieferungsstopp bei einem wichtigen Hardware-Wachstumsträger die Marktstimmung. Meta kündigte heute an, die internationale Markteinführung der Ray-Ban Display Smart Glasses auf unbestimmte Zeit zu pausieren.

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Betroffen sind Schlüsselmärkte wie Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Als Grund nennt der Konzern eine überwältigende Nachfrage im heimischen US-Markt, welche die Produktionskapazitäten vollständig ausschöpft. Doch auch US-Kunden müssen sich gedulden: Neue Bestellungen werden voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfüllt. Dieser Engpass begrenzt das kurzfristige Umsatzpotenzial der Reality Labs-Sparte und setzt die Partnerschaft mit EssilorLuxottica unter Druck.

Uneinigkeit bei Analysten

Trotz der operativen Hürden sind sich die Experten uneinig über die kurzfristige Richtung der Aktie, wobei der langfristige Konsens positiv bleibt.

  • Guggenheim: Analyst Michael Morris reagierte auf die Risiken und senkte das Kursziel von 875 US-Dollar auf 800 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung "Buy" bei.
  • Cantor Fitzgerald: Im Gegensatz dazu hob dieses Analysehaus das Kursziel von 720 US-Dollar auf 750 US-Dollar an und verwies auf eine starke Pipeline für beschleunigte Werbeeinnahmen im Jahr 2026.

Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin im Bereich von 816 bis 825 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der Markt die aktuellen Rücksetzer eher als Einstiegsgelegenheit denn als strukturelles Problem wertet.

Der Aktienkurs spiegelt die gemischte Gemengelage wider. Zwar hält sich das Papier am heutigen Handelstag stabil bei 642,78 US-Dollar, auf Wochensicht steht jedoch ein Minus von 2,62 Prozent zu Buche. Investoren blicken nun gespannt auf die nächsten Quartalszahlen, die voraussichtlich um den 04. Februar 2026 erwartet werden, um zu sehen, wie sich die Verzögerungen konkret in der Bilanz niederschlagen.

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