Meta setzt seinen nächsten großen Schritt in Sachen künstliche Intelligenz. Mit der milliardenschweren Übernahme des Start-ups Manus richtet der Konzern seinen Fokus klar auf Unternehmenslösungen – weg von reinen Konsumenten-Features. Anleger hoffen auf höhere Margen und eine stabilere Ertragsbasis, während gleichzeitig rechtliche Risiken den Kursrahmen abstecken.

Manus-Deal als strategische Weichenstellung

Kern der aktuellen Zuversicht ist die rund 2 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des KI-Start-ups Manus. Meta stärkt damit gezielt seinen Bereich für geschäftsorientierte KI-Agenten und erweitert das Angebot an automatisierten Tools für Unternehmenskunden.

Die Botschaft dahinter ist deutlich: Statt wie beim Metaverse vor allem in langfristige, schwer greifbare Visionen zu investieren, setzt Meta nun auf ausbaufähige Lösungen im direkten Umfeld seines Werbegeschäfts. Marktteilnehmer werten den Deal als Schritt hin zu profitableren Enterprise-Anwendungen, die sich besser skalieren lassen.

Mit Manus visiert Meta zudem Wettbewerber wie OpenAI direkter an. Die Integration der Technologie soll Metas automatisierte Business-Tools leistungsfähiger machen und Werbekunden noch stärker an das eigene Ökosystem binden. Für Investoren ist vor allem wichtig, dass dieses Investment eng an das bestehende Ad-Tech-Modell andockt – anders als frühere Ausgaben für den Metaverse-Bereich, die teils auf Skepsis stießen.

Analysten bleiben optimistisch

Auf der Analystenseite überwiegt klar der positive Blick. Das aktuelle Median-Kursziel der Wall Street liegt bei 840 US-Dollar und signalisiert damit ein spürbares Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.

Auch die Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen passen zu diesem Bild:

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  • Umsatzprognose: 58,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von rund 20,7 % im Jahresvergleich
  • Erwartetes Ergebnis je Aktie (EPS): 8,16 US-Dollar, rund 1,75 % über dem Vorjahreswert
  • Bewertung: Forward-KGV von etwa 21,6 und damit unter dem Branchendurchschnitt von 24,2

Damit trauen Analysten Meta weiteres Wachstum zu, ohne dass die Aktie im Vergleich zum Sektor als überteuert gilt. Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum und Bewertungsabschlag stützt die bullische Grundhaltung.

Kursseitig spiegelt sich der neue Optimismus bereits wider: Gestern schloss die Aktie bei 660,90 US-Dollar und liegt damit rund 15 % über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was den jüngsten Aufwärtstrend unterstreicht.

Regulatorische und rechtliche Risiken im Fokus

Parallel zur KI-Offensive muss sich Meta jedoch mit wachsenden Risiken auf der Regulierungs- und Rechtsseite auseinandersetzen. Ein aktueller Bericht von Aufsichtsbehörden zu betrügerischen Werbeanzeigen auf den Plattformen hat die Verwundbarkeit des Geschäftsmodells gegenüber regulatorischen Eingriffen erneut aufgezeigt. Der Bericht sorgte zu Wochenbeginn für einen kurzzeitigen Rücksetzer der Aktie und machte deutlich, wie sensibel der Markt auf entsprechende Nachrichten reagiert.

Hinzu kommt ein anstehender Haftungsprozess Ende Januar 2026. Mehr als 2.000 anhängige Fälle zum Einfluss von Social Media erhöhen den rechtlichen Druck. Für die kurzfristige Volatilität der Aktie bleiben diese Verfahren laut Marktbeobachtern der entscheidende Faktor – unabhängig von der operativen Stärke im Kerngeschäft.

Fazit: Wachstumspotenzial mit klaren Risikopunkten

Meta bewegt sich aktuell in einem Spannungsfeld aus aggressivem KI-Ausbau und hartnäckigen Rechtsrisiken. Der Markt bewertet im Moment die Chancen aus der Manus-Übernahme und den erwarteten Umsatz- und Ergebniszuwächsen höher als die drohenden regulatorischen Belastungen. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf werden die nächsten Quartalszahlen und erste Signale, ob die KI-Investitionen tatsächlich zu den angepeilten margenstarken Unternehmenslösungen führen, während die laufenden Verfahren in den kommenden Wochen den Ausschlag bei kurzfristigen Schwankungen geben dürften.

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