Merus präsentiert aktualisierte Phase-II-Ergebnisse für Petosemtamab bei Kopf-Hals-Tumoren. Kann der Wirkstoff zum neuen Standard werden?

Die Aktie von Merus N.V. könnte bald wieder stärker in den Fokus rücken. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass neue Studiendaten zu seinem Hoffnungsträger Petosemtamab auf der wichtigen ASCO-Jahrestagung 2025 präsentiert werden. Was steckt dahinter?

Merus wird auf dem renommierten Onkologie-Kongress, der vom 30. Mai bis 3. Juni in Chicago stattfindet, aktualisierte Zwischenergebnisse einer Phase-II-Studie vorstellen. Dabei geht es um Petosemtamab in Kombination mit Pembrolizumab zur Erstlinienbehandlung von Kopf-Hals-Tumoren (PD-L1+ r/m HNSCC). Die entscheidende Neuigkeit: Es werden Daten des gesamten Datensatzes von 45 Patienten gezeigt.

Voller Datensatz – Volle Zuversicht?

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Das Management gibt sich jedenfalls optimistisch. Bill Lundberg, Chef von Merus, betonte das Potenzial von Petosemtamab, die Behandlungspraxis bei Kopf-Hals-Krebs grundlegend zu verändern – möglicherweise als erstes und bestes Medikament seiner Klasse. Er räumte zwar ein, dass die Entscheidung für eine Posterpräsentation auf Basis begrenzter Daten im eingereichten Abstract fiel, freut sich aber darauf, die „robusten aktualisierten“ Daten des gesamten Patientenkollektivs zu präsentieren.

Lundberg zufolge zeigt Petosemtamab weiterhin eine erhebliche klinische Aktivität, die historischen Kontrolldaten überlegen sei. Dies beziehe sich nicht nur auf einen Endpunkt, sondern auf wichtige Kennzahlen wie Ansprechrate (ORR), progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS). Kein Wunder also, dass er Petosemtamab als potenziellen neuen Therapiestandard sieht.

Blick hinter die Kulissen

Investoren müssen jedoch nicht bis zur Konferenz im Juni warten. Merus plant bereits für den 22. Mai eine Telefonkonferenz und einen Webcast. Um 17:00 Uhr Eastern Time sollen die Abstracts auf der ASCO-Webseite veröffentlicht werden, gefolgt von der Telefonkonferenz um 17:30 Uhr Eastern Time. Das könnte der erste wirkliche Einblick in die Stärke der neuen Daten sein.

Petosemtamab selbst ist ein Antikörper, der auf zwei Ziele gleichzeitig abzielt (EGFR und LGR5) und Krebszellen über verschiedene Mechanismen bekämpfen soll. Kopf-Hals-Tumoren stellen weltweit ein erhebliches medizinisches Problem dar, mit steigenden Fallzahlen und oft schlechten Prognosen trotz aktueller Therapien. Ein wirksames neues Medikament hätte hier also erhebliches Potenzial.

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