Die Aktie von Mattel hat gestern einen dramatischen Ausverkauf erlebt. Der Kurs brach um über 26 Prozent auf 15,42 Dollar ein – der größte Tagesverlust seit Jahren. Grund für den Absturz: Das Weihnachtsgeschäft in den USA blieb deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Während der Barbie- und Hot-Wheels-Konzern außerhalb der USA wie geplant abschnitt, entwickelte sich ausgerechnet der wichtigste Markt zum Problem.

Schnäppchenjäger und zaghafte Händler

Finanzchef Paul Ruh machte nach der Zahlenvorlage zwei zentrale Faktoren für die Enttäuschung verantwortlich: Zum einen seien preisbewusste Verbraucher verstärkt auf Schnäppchensuche gewesen. Zum anderen habe der Handel deutlich zögerlicher Lagerbestände aufgebaut als üblich. In dieser Gemengelage musste Mattel zu Rabatten greifen, was die Profitabilität massiv belastete.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Quartalsgewinn sackte im Jahresvergleich um ein Viertel auf 106,2 Millionen Dollar ab. Der Umsatz legte zwar um sieben Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar zu, blieb mit 1,77 Milliarden aber deutlich unter der Analystenschätzung von 1,85 Milliarden. Auch beim Gewinn je Aktie verfehlte der Konzern die Erwartungen: 0,39 Dollar standen 0,54 Dollar gegenüber.

Rivale Hasbro ohne Probleme

Besonders brisant: Während Mattel im Weihnachtsgeschäft strauchelte, lief es bei Konkurrent Hasbro glänzend. Der Rivale steigerte den Umsatz im vierten Quartal um 31 Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar und schwang von einem Verlust von 34,3 Millionen Dollar im Vorjahr zu einem Gewinn von 201,6 Millionen Dollar.

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Hasbro-Chef Chris Cocks erklärte die unterschiedliche Entwicklung mit einer cleveren Preisstrategie: Sein Unternehmen habe Preiserhöhungen zunächst im Entertainment- und Sammlerbereich durchgesetzt, wo die Nachfrage traditionell robuster sei. Erst danach seien andere Kategorien gefolgt. Diese Strategie zahlte sich aus – trotz einer Zollbelastung von rund 24 Prozent, von der Hasbro einen Teil an die Kunden weitergab.

Analysten bleiben gespalten

Die Reaktionen der Analysten fielen unterschiedlich aus. JPMorgan stufte die Aktie von Neutral auf Underweight ab und senkte das Kursziel drastisch von 23 auf 14 Dollar. Kritikpunkt: Mattels geplantes "Investitionsjahr" mit 110 Millionen Dollar für digitale Spiele und 40 Millionen für Performance-Marketing.

UBS hingegen hält am Buy-Rating und dem Kursziel von 30 Dollar fest – trotz der verfehlten Erwartungen. Die Bank sieht in den digitalen Investitionen langfristiges Potenzial von 5 bis 6 Dollar je Aktie, rechnet aber frühestens 2027 mit positiven Ergebniseffekten. DA Davidson reduzierte das Kursziel von 25 auf 18 Dollar, bleibt aber bei der Kaufempfehlung.

Mit einem aktuellen Kurs von 16,16 Dollar notiert die Aktie nun deutlich unter allen Analystenzielen. Ob die digitale Transformation den erhofften Turnaround bringt, bleibt abzuwarten.

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