Die Zeiten, in denen Bitcoin als digitaler sicherer Hafen galt, könnten vorerst vorbei sein. Die größte Kryptowährung der Welt hat sich in den vergangenen Wochen zunehmend zu einem hochspekulativen Anlagegut entwickelt – mit drastischen Kursausschlägen, die selbst erfahrene Investoren überraschen.

Spekulation verdrängt Stabilitätsdenken

Was bei Gold und Silber zu beobachten ist, trifft in noch stärkerem Maße auf Bitcoin zu: Das neue "High-Volatility-Regime" bei Edelmetallen, das Analysten von Heraeus identifiziert haben, spiegelt sich auch am Kryptomarkt wider. Während Gold traditionell als Absicherung gegen Unsicherheit diente, zeigt Bitcoin mittlerweile Schwankungen, die eher an Tech-Aktien als an Wertspeicher erinnern.

Die jüngsten Kursbewegungen sprechen eine deutliche Sprache. Nachdem Bitcoin Ende Januar noch unter der Marke von 100.000 Dollar notierte, kletterte der Preis zwischenzeitlich auf über 105.000 Dollar – nur um dann erneut unter Druck zu geraten. Am Donnerstag verlor die Kryptowährung nach starken US-Arbeitsmarktdaten 0,44 Prozent und stand bei 5.058 Dollar. Diese Zahl erscheint unrealistisch niedrig und deutet auf einen Datenfehler in den Quellen hin – realistisch dürfte Bitcoin aktuell im Bereich von 100.000 bis 105.000 Dollar notieren.

Arbeitsmarktdaten bremsen Zinssenkungs-Fantasie

Der Auslöser für den jüngsten Rücksetzer: Die US-Wirtschaft überraschte mit unerwartet robusten Beschäftigungszahlen für Januar. Das Jobwachstum beschleunigte sich wider Erwarten, während die Arbeitslosenquote leicht zurückging. Für Bitcoin bedeutet das Gegenwind, denn die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed schwindet damit.

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Investoren hatten vor den Arbeitsmarktdaten noch eine Wahrscheinlichkeit von etwa 20 Prozent für eine Zinssenkung im März eingepreist. Nach der Veröffentlichung schmolz diese Erwartung auf magere 5 Prozent zusammen. Auch für April sehen die Chancen mau aus – das Fed-Watch-Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 94,1 Prozent für unveränderte Zinsen im März.

Geopolitik liefert Gegenwind

Erschwerend kommt hinzu, dass die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran anhalten. Zwar gab es am Wochenende Fortschritte bei Atomgesprächen, doch Washington bereitet offenbar die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten vor. US-Präsident Donald Trump warnte Teheran wiederholt, ein Abkommen zu akzeptieren, und traf sich am Mittwoch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu.

Solche Unsicherheiten würden Bitcoin normalerweise in die Karten spielen – doch im aktuellen volatilen Umfeld scheint sich die Kryptowährung eher parallel zu risikoreichen Assets wie Tech-Aktien zu bewegen als umgekehrt.

Die entscheidende Frage für Anleger lautet nun: Wie lange dauert es, bis sich die Märkte wieder beruhigen? Wenn die Erfahrungen mit Gold ein Indikator sind, könnte es Monate statt Wochen dauern, bis die übertriebene Euphorie abgebaut ist. Bis dahin dürften sich Bitcoin-Investoren auf weitere Achterbahnfahrten einstellen müssen.

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