Lynas Rare Earths hat in den vergangenen Wochen gleich auf mehreren Fronten geliefert: neue Produkte, neue Regierungsverträge und nun eine erneuerte Kaufempfehlung von Morgan Stanley. Das Bild, das sich dabei abzeichnet, ist das eines Unternehmens, das seine Alleinstellung außerhalb Chinas systematisch ausbaut.

Samarium als strategischer Baustein

Morgan Stanley-Analyst Rahul Anand bestätigte diese Woche sein Kaufvotum für Lynas und hält am Kursziel von 18,50 australischen Dollar fest. Das Timing ist kein Zufall: Vergangene Woche produzierte Lynas erstmals Samariumoxid in seiner malaysischen Anlage — als einziger nicht-chinesischer Hersteller dieses Minerals weltweit.

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Damit umfasst das Portfolio an separierten Schwererdoxiden nun drei Produkte, neben Dysprosium und Terbium, die seit letztem Sommer produziert werden. Die Anlage, deren Ausbau rund 180 Millionen australische Dollar kostet, ist auf eine Kapazität von bis zu 5.000 Tonnen Schwererdfeedstock pro Jahr ausgelegt. Die erste Samariumoxid-Produktion war ursprünglich erst für April geplant — Lynas lieferte früher.

Samarium ist vor allem für Samarium-Kobalt-Magnete relevant, die bei hohen Temperaturen und in anspruchsvollen Umgebungen stabiler bleiben als herkömmliche Neodym-Eisen-Bor-Magnete. Das macht den Stoff besonders attraktiv für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungsanwendungen.

Preisgarantien sichern Einnahmen ab

Parallel zur Produktionserweiterung hat Lynas im März zwei bedeutende Regierungsverträge abgeschlossen. Das US-Verteidigungsministerium verpflichtete sich, über vier Jahre rund 96 Millionen US-Dollar für Leicht- und Schwereroxide zu zahlen — mit einem Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr).

Denselben Mindestpreis hat das US-Verteidigungsministerium auch mit MP Materials vereinbart, dem einzigen anderen relevanten Seltenerden-Produzenten außerhalb Chinas. Zudem aktualisierte Japan Australia Rare Earths (JARE) seinen Vertrag mit Lynas: Auch hier gilt nun die 110-Dollar-Preisuntergrenze für NdPr, verbunden mit der Zusage, mindestens die Hälfte aller in Malaysia produzierten Schwererden abzunehmen.

Diese Preisböden schützen Lynas vor Einbrüchen am Spotmarkt und sorgen für kalkulierbare Cashflows — ein struktureller Vorteil, der das Unternehmen von reinen Rohstoffproduzenten abhebt.

Kurs weit über Jahrestief

Die Lynas-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 55 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 11,12 Euro — deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 3,93 Euro vom März 2025. Unter den 15 von TipRanks erfassten Analysten sprechen sich neun für einen Kauf aus; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 15,49 australischen Dollar.

Im Halbjahresergebnis 2026 (Periode bis Ende Dezember 2025) meldete Lynas einen Umsatz von 413,69 Millionen australischen Dollar und einen Nettogewinn von 80,21 Millionen australischen Dollar. Mit dem weiteren Ausbau des Produktportfolios — geplant sind unter anderem Europium, Holmium und Erbium — hängt die nächste Bewertungsstufe davon ab, ob Lynas für diese Produkte kommerzielle Abnahmeverträge mit ähnlichen Preisgarantien sichern kann.

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