Lynas Aktie: Überraschender Erfolg!
Bei Lynas Rare Earths steht ein Generationswechsel an der Spitze an. CEO Amanda Lacaze, seit über zehn Jahren prägende Figur des Unternehmens, kündigt ihren Rückzug bis Mitte 2026 an. Parallel sorgt eine optimistische Ersteinschätzung von William Blair für Rückenwind, sodass die Aktie trotz der Führungsnachricht zulegt.
- CEO Amanda Lacaze tritt bis Juni 2026 ab
- Aktie in Sydney mit moderatem Plus
- William Blair startet Coverage mit „Outperform“
- Kursziel für US-ADR mit rund 94 % Aufwärtspotenzial
- Strategiewechsel von „Lynas 2025“ zu „Towards 2030“
Geplanter Abschied – ruhiger Übergang
Lacaze will ihr Amt zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Juni 2026 niederlegen. Bis dahin bleibt sie im Amt, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. Der Verwaltungsrat startet eine umfassende Suche nach einer Nachfolge, sowohl intern als auch extern.
An der Australian Securities Exchange zeigte sich der Markt stabil. Die Aktie schloss bei 15,06 AUD, ein Plus von 1,89 %. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 15,16 Mrd. AUD.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgte eine neue Analyse: William Blair nahm die Aktie heute erstmals in die Bewertung auf und vergab ein „Outperform“-Rating. Für die in den USA gehandelten ADRs (Ticker LYSDY) setzten die Analysten ein Kursziel von 19,68 USD. Ausgehend von einem Referenzkurs von 10,16 USD ergibt sich damit ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 94 %.
Im Fokus der positiven Einschätzung stehen die besondere Stellung von Lynas in der weltweiten Lieferkette und der Übergang in den Vollbetrieb. Nach Abschluss wichtiger Bauphasen rechnen die Analysten mit steigender Produktion und neuen Abnahmeverträgen, was Ergebnis und Cashflow deutlich stützen soll.
Lacazes Bilanz und aktuelle Kennzahlen
Der Führungswechsel markiert das Ende einer ausgeprägten Turnaround-Phase. Als Lacaze das Ruder übernahm, kämpfte Lynas mit existenziellen Problemen und war an der Börse nur etwa 400 Mio. AUD wert. Heute liegt die Bewertung bei über 15 Mrd. AUD, der Aktienkurs hat sich unter ihrer Führung etwa verzwölffacht.
Die jüngsten Finanzdaten zeigen die gewachsene Dimension des Geschäfts, aber auch die Herausforderungen. Auf Zwölfmonatsbasis erzielte Lynas einen Umsatz von 556,51 Mio. AUD, ein Plus von 20,12 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank der Nettogewinn auf 7,99 Mio. AUD und damit um über 90 % im Jahresvergleich. Ursachen sind vor allem schwankende Rohstoffpreise und hohe Investitionen.
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Strategisch befindet sich Lynas an einem Wendepunkt. Das Expansionsprogramm „Lynas 2025“ ist weitgehend abgeschlossen, nun folgt der Übergang in die Phase „Towards 2030“. Ziel ist es, die Rolle als führender nicht-chinesischer Anbieter kritischer Mineralien für Hochtechnologie und Verteidigungsanwendungen weiter zu festigen.
Branchenkontext und Wettbewerb
Die Einstufung von William Blair erfolgt im direkten Vergleich mit dem US-Wettbewerber MP Materials, der ebenfalls ein „Outperform“-Rating erhielt. Lynas hebt sich dabei durch seine integrierte Wertschöpfungskette zwischen Australien und Malaysia ab. Diese Struktur gilt als reifere Lösung für westliche Kunden, da sie sowohl Förderung als auch Verarbeitung abdeckt.
Anleger bewerten derzeit zwei gegensätzliche Faktoren: Einerseits die Ungewissheit über die künftige Führung, andererseits die solide strukturelle Ausgangslage des Unternehmens. Dass Lacaze den Übergang über einen längeren Zeitraum begleitet, wird als stabilisierendes Element gesehen und reduziert die Risiken eines abrupten CEO-Wechsels.
Ausblick auf Zahlen und Kursverlauf
Der Blick richtet sich nun auf den anstehenden Quartalsbericht, der für kommenden Dienstag (20. Januar) angekündigt ist. Dann legt Lynas erstmals nach der CEO-Ankündigung aktuelle operative Daten vor und liefert Details zu Produktionsmengen vor dem Hintergrund der jüngsten Preisschwankungen im Seltene-Erden-Markt.
Aus technischer Sicht ist bemerkenswert, dass die Aktie die Marke von 15,00 AUD behaupten und im Plus schließen konnte – trotz Nachricht über den kommenden Führungswechsel. In Kombination mit dem klar positiven Analystenimpuls von William Blair rückt in den nächsten Tagen vor allem in den Fokus, ob diese Unterstützung ausreicht, um den jüngsten Aufwärtstrend bis zur Zahlenvorlage zu tragen.
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