Lynas Rare Earths, der wichtigste Produzent seltener Erden außerhalb Chinas, kämpft mit einem massiven operativen Rückschlag, der Anleger aufschrecken lässt. Schwere Stromausfälle in der westaustralischen Anlage erzwingen drastische Produktionskürzungen und werfen Fragen zur Zuverlässigkeit der Infrastruktur auf. Ist dies nur ein temporäres Hindernis oder offenbart der Vorfall eine fundamentale Schwachstelle in der Lieferkette?

Stromausfall stoppt Bänder

Verantwortlich für die Unruhe ist eine bestätigte Unterbrechung der Stromversorgung in der Kalgoorlie-Verarbeitungsanlage in Westaustralien. Die Instabilität des lokalen Stromnetzes hat die Produktion von wichtigen Karbonaten (MREC) empfindlich gestört. Das Timing könnte kaum schlechter sein: Da die Anlage in Malaysia gleichzeitig planmäßigen Wartungsarbeiten unterzogen wird, kann der Ausfall nicht durch andere Standorte kompensiert werden. Das Management rechnet nun mit einem Produktionsverlust, der dem Volumen eines ganzen Monats des laufenden Quartals entspricht.

Prognosen drastisch gesenkt

Die finanziellen Folgen dieser technischen Probleme lassen nicht auf sich warten. Analysten von Canaccord Genuity reagierten umgehend und strichen ihre Erwartungen für das Dezemberquartal radikal zusammen.

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  • Produktionsziel verfehlt: Die Prognose für NdPr wurde von ursprünglich 2.700 Tonnen auf rund 1.800 Tonnen gesenkt.
  • Umsatzdruck: Es wird ein Umsatzrückgang von rund 20 Prozent auf 220 Millionen AUD erwartet.
  • Gewinneinbruch: Das operative Ergebnis (EBITDA) dürfte um satte 35 Prozent auf etwa 77 Millionen AUD fallen.

Diese Revisionen verdeutlichen den unmittelbaren wirtschaftlichen Schaden durch die mangelnde Netzstabilität in einer Phase, in der das Unternehmen ohnehin mit volatilen Rohstoffpreisen navigieren muss.

Anleger ziehen die Reißleine

Die Stimmung am Markt hat sich spürbar abgekühlt. Experten warnen vor den akuten Produktionsrisiken und einer möglichen Überbewertung, was dazu führt, dass einige Analysten bereits zum Verkauf raten. Die Abhängigkeit von der externen Energieversorgung erweist sich dabei als Achillesferse für den Konzern. Zwar sucht das Management händeringend nach Lösungen abseits des öffentlichen Stromnetzes, doch für das laufende Quartal kommt jede Rettung zu spät. Der Titel kämpft weiter mit dem Abwärtstrend und notiert mit einem Schlusskurs von 8,21 Euro weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei über 13 Euro. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Gegenmaßnahmen schnell genug greifen, um weitere Ausfälle in den kommenden Quartalen zu verhindern.

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