Lynas Aktie: Preise ziehen an
Lynas Rare Earths sorgt heute mit seinem Quartalsbericht für Bewegung an der Börse. Trotz rückläufiger Produktionsmengen legt der Konzern beim Umsatz deutlich zu. Im Fokus stehen vor allem stark gestiegene Verkaufspreise und strategische Weichenstellungen in den USA.
- Kursreaktion: +5,8% auf 16,13 AUD
- Umsatz Q2 FY26: 201,9 Mio. AUD (+43% YoY)
- Durchschnittspreis: 85,60 AUD/kg (+74% YoY)
- REO-Produktion: 2.382 Tonnen (deutlich rückläufig)
- Cash-Bestand: 1,03 Mrd. AUD
Deutlich höhere Verkaufspreise
Der zentrale Treiber der positiven Marktreaktion ist der Anstieg der erzielten Verkaufspreise. Obwohl das Produktionsvolumen im Quartal sank, stieg der Bruttoumsatz auf 201,9 Mio. AUD. Im Vorjahresquartal hatte Lynas noch 141,2 Mio. AUD gemeldet, was einem Plus von 43 % entspricht.
Besonders auffällig ist der Sprung beim durchschnittlichen Verkaufspreis. Dieser kletterte auf 85,60 AUD je Kilogramm, nach 49,20 AUD im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 74 %. Laut Unternehmen liegen die Gründe vor allem in höheren Marktpreisen und einer optimierten Vertragsstruktur.
Produktion unter Druck
Auf der Produktionsseite zeigt sich ein anderes Bild. Die Gesamtproduktion von Rare Earth Oxides (REO) ging im zweiten Quartal auf 2.382 Tonnen zurück, nach 3.993 Tonnen im Vorquartal.
Auch beim Schlüsselmaterial NdPr (Neodym-Praseodym) verzeichnet Lynas einen Rückgang. Die Produktion lag bei 1.404 Tonnen, rund 30 % weniger als im Vorquartal. Als Ursachen nennt das Unternehmen Stromausfälle in der Anlage Kalgoorlie sowie Wartungsarbeiten in Malaysia.
Zentrale Kennzahlen Q2 GJ 2026:
- Bruttoumsatz: 201,9 Mio. AUD (+43 % zum Vorjahr)
- Durchschnittlicher Verkaufspreis: 85,60 AUD/kg (+74 % zum Vorjahr)
- Liquide Mittel: 1,03 Mrd. AUD
- Gesamt-REO-Produktion: 2.382 Tonnen
- NdPr-Produktion: 1.404 Tonnen
Managementwechsel und US-Projekt
Neben den operativen Daten rücken auch personelle und strategische Themen in den Vordergrund. CEO Amanda Lacaze hat ihren Rücktritt zum Ende des Geschäftsjahres 2026 angekündigt. Unter ihrer Führung hat sich Lynas zum größten Produzenten seltener Erden außerhalb Chinas entwickelt.
Parallel dazu laufen Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Gegenstand sind sogenannte Preisuntergrenzen für seltene Erden, also staatlich garantierte Mindestpreise zur Absicherung der Profitabilität in volatilen Marktphasen. Das US-Projekt „Seadrift“ in Texas ist aktuell mit Unsicherheiten konfrontiert, während Gespräche über Abnahmeverträge weitergeführt werden.
Solide Bilanz und Projektfortschritt
Trotz der Belastungen in Kalgoorlie bleibt die finanzielle Basis stark. Lynas weist derzeit einen Kassenbestand von rund 1,03 Mrd. AUD aus. Die Erweiterung der Mine Mt Weld ist abgeschlossen. In Malaysia kommt die Trennung schwerer Seltenerden voran, die erste Samarium-Produktion ist für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 geplant.
Der aktuelle Kurs von 16,13 AUD spiegelt wider, dass der Markt die deutliche Steigerung der Erlöse je verkauftem Kilogramm höher gewichtet als die temporären Produktionseinbußen. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden nun die Stabilisierung der Fördermengen und der Ausgang der US-Verhandlungen über Preisuntergrenzen und Abnahmevereinbarungen sein.
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