Starke Kaufnachfrage in den USA und Europa hat die Aktie von Lynas Rare Earths gestern spürbar angeschoben. Während der Handel in Australien eher ruhig verlief, legten die Notierungen in New York und Deutschland deutlich zu. Hintergrund sind neue politische Signale aus Washington sowie die laufende Neuordnung nach der angekündigten Ablösung der langjährigen Vorstandschefin.

Geopolitik und Bewertung im Fokus

Auslöser der jüngsten Bewegung sind Berichte über einen geplanten Spitzentreffens der US-Regierung mit Partnerländern am 4. Februar 2026. Ziel ist eine engere Abstimmung zur Verringerung der Abhängigkeit von chinesischen Exporten seltener Erden, nachdem Peking zuletzt weitere Beschränkungen angedeutet hatte. Als größter Produzent separierter seltener Erden außerhalb Chinas rückt Lynas dabei verstärkt in den Vordergrund.

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Parallel stützt die aktuelle Bewertungslage die positive Stimmung. Eine Analyse von Simply Wall St kommt auf einen fairen Wert von 15,77 AUD je Aktie. Nach einem Kursanstieg von 120,20 % auf Jahressicht liegt der ASX-Schlusskurs vom Freitag mit 15,48 AUD nur knapp darunter.

Die Kursentwicklung zeigte am Freitag deutliche Unterschiede zwischen den Handelsplätzen:

  • ASX (Australien): Schlusskurs 15,48 AUD (+0,32 %)
  • US-OTC: 10,74 USD (+4,27 %), Tageshoch 10,89 USD
  • Deutschland (Tradegate/Frankfurt): 9,31 EUR (+5,10 %)

Damit spiegeln vor allem die US- und Europa-Notierungen die wachsende geopolitische Bedeutung des Konzerns wider.

Führungswechsel und wachsende Analystenabdeckung

Die Kursbewegung beschließt eine Woche mit wichtigen Unternehmensnachrichten. Zu Wochenbeginn bestätigte CEO Amanda Lacaze, dass sie im Juni 2026 nach zwölf Jahren an der Spitze in den Ruhestand gehen wird. Sie gilt als Schlüsselfigur beim Turnaround des Unternehmens und beim Aufbau der heutigen Position in der westlichen Versorgungskette für seltene Erden.

Die Ankündigung sorgte zunächst für erhöhte Schwankungen im Kurs. Inzwischen scheint der Markt den langen Übergangszeitraum als Hinweis auf eine geordnete Nachfolgeregelung zu werten, was zur Beruhigung beigetragen hat.

Auf der Investorenseite bleibt das Interesse institutioneller Adressen hoch. Am Dienstag nahm die US-Bank William Blair die Beobachtung der Aktie auf und stärkte damit die Präsenz von Lynas bei amerikanischen Profianlegern. Bereits Ende 2025 hatten UBS und Goldman Sachs ihre Einstufung auf „Strong Buy“ angehoben und dabei insbesondere die strategische Rolle des Unternehmens sowie den Kapazitätsausbau in Malaysia und Australien hervorgehoben.

Ausblick: Quartalszahlen und Technik

Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf den nächsten Zahlenimpuls. Am Dienstag veröffentlicht Lynas den Sales-and-Revenue-Report für das zum Dezember 2025 abgeschlossene Quartal. Besonderes Augenmerk gilt den Produktionsmengen aus der Anlage in Kalgoorlie, die im November von kleineren Stromausfällen beeinträchtigt wurde.

Charttechnisch bleibt der Titel klar aufwärtsgerichtet, mit einem 30-Tage-Plus von 24,84 %. Gleichzeitig signalisiert ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 28 gegenüber einem Peerschnitt von 9,3 eine spürbare Bewertungsprämie, die vor allem auf den geopolitischen Status als nicht-chinesischer Anbieter zurückgeführt wird. Wie der australische Handel am Montag auf die kräftigen US- und Europakurse vom Freitag reagiert, dürfte zeigen, ob die aktuelle geopolitische Story den Ausbruch über die Marke von 15,50 AUD vorerst stabilisieren kann.

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