Lynas Aktie: Kooperationen beflügeln!
Nach einem schwachen Jahresende meldet sich Lynas mit einem kräftigen Kursanstieg zurück. Die Aktie legt heute rund 10 % an der ASX zu, nachdem sie Anfang Januar auf ein Viermonatstief gefallen war. Getrieben wird die Bewegung von einer technischen Gegenreaktion, geopolitischen Spannungen im Rare-Earth-Sektor und ersten Signalen einer Stabilisierung der Preise.
Wesentliche Treiber im Überblick:
- Technische Erholung nach überverkauftem Niveau
- Zunehmende Spannungen zwischen China und Japan bei Seltenen Erden
- Anzeichen einer Bodenbildung bei NdPr-Preisen
- US-Fördermittel stärken die strategische Rolle von Lynas
Technische Erholung nach Tiefstand
Am 2. Januar markierte die Aktie mit 12,15 AUD den niedrigsten Stand seit vier Monaten, nach anhaltendem Verkaufsdruck gegen Ende 2025. Heute notiert der Titel rund 10 % über dem gestrigen Schlusskurs von 13,15 AUD.
Der Rückgang im Schlussquartal 2025 hatte die Bewertung aus technischer Sicht in überverkauftes Terrain gedrückt. Sorgen über nachlassende Nachfrage im Elektrofahrzeugbereich und schwächere Preise für Seltene Erden hatten den Kurs belastet. Die Januartiefs scheinen nun preisorientierte Käufer angezogen zu haben.
China-Japan-Konflikt stützt Sektor
Ein zentraler Katalysator für den Kurssprung ist die Zuspitzung des Konflikts zwischen China und Japan um kritische Rohstoffe. Die japanische Regierung bezeichnete Chinas sogenannte Dual-Use-Exportbeschränkungen heute als „inakzeptabel“, Seltene Erden stehen dabei im Fokus.
Wichtige Punkte, die die Stimmung im Sektor treiben:
- Laut China Daily erwägt Peking strengere Lizenzprüfungen für Rare-Earth-Exporte nach Japan.
- Eine dreimonatige Exportdrossel könnte japanische Unternehmen rund 660 Mrd. Yen (4,21 Mrd. US-Dollar) kosten.
- Ein einjähriges Exportverbot würde Japans BIP um 0,43 % drücken, schätzt das Nomura Research Institute.
- Japan bezieht weiterhin etwa 60 % seiner Importe Seltener Erden aus China.
Diese Spannungen unterstreichen die strategische Bedeutung von Lynas als größtem Produzenten Seltener Erden außerhalb Chinas. Das Unternehmen wird damit für westliche Staaten und Verbündete als alternative Bezugsquelle noch relevanter.
NdPr-Preise stabilisieren sich
Bei Neodym und Praseodym (NdPr), den wichtigsten Produkten von Lynas, zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung nach einem deutlichen Preisverfall. Die Preise für NdPr-Oxid sind seit den Hochs 2022 um mehr als 40 % gefallen und hatten die Ertragslage im gesamten Sektor unter Druck gesetzt.
Branchenzahlen aus China weisen derzeit Metallpreise für Praseodym-Neodym von rund 740.000 RMB je Tonne aus. Der Markt befindet sich in einem vorsichtigen Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern, mehrere Broker sehen jedoch Hinweise auf eine mögliche Bodenbildung.
Die Nachfrage nach NdPr-Magneten soll bis Ende der 2020er Jahre jährlich um 8 bis 10 % wachsen, getragen vor allem von:
- Elektromotoren für Elektrofahrzeuge
- Windkraftanlagen
- Robotik und Automatisierung
- Anwendungen in der Verteidigungstechnologie
US-Partnerschaft stärkt strategische Rolle
Über die US-Tochter Lynas USA baut der Konzern seine Position in westlichen Lieferketten weiter aus. Das US-Verteidigungsministerium unterstützt den Aufbau von Kapazitäten mit erheblichen Zuschüssen: 30,4 Mio. US-Dollar für eine Anlage zur Separation leichter Seltener Erden in den USA und weitere 120 Mio. US-Dollar für die Verarbeitung schwerer Seltener Erden.
Diese Mittel rücken Lynas in den Mittelpunkt der Bemühungen, unabhängige „Mine-to-Magnet“-Lieferketten außerhalb Chinas aufzubauen. Zudem hat das Unternehmen seine Kooperation mit Noveon Magnetics vertieft, um die Versorgung der US-Magnetproduktion mit nicht-chinesischem Material zu sichern.
Bewertung und Ausblick
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 13,24 Mrd. AUD. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte Lynas Umsätze von 556,51 Mio. AUD, bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 1.461.
Analysten-Kursziele reichen von 7,00 bis 29,50 AUD, im Schnitt bei 15,60 AUD. Damit ergibt sich aus heutiger Sicht ein Bewertungsspielraum nach oben, falls sich das Preisumfeld für Seltene Erden weiter verbessert.
Die Mischung aus technischer Gegenbewegung, geopolitischen Lieferkettenrisiken und stabilisierenden Rohstoffpreisen macht Lynas zu einem zentralen Beobachtungsfall in einem Jahr, das viele Marktteilnehmer als potenziell entscheidend für die Neuordnung globaler Rare-Earth-Lieferketten einstufen.
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