Lynas Aktie: CEO-Wechsel
Nach zwölf Jahren an der Spitze kündigt Langzeit-Chefin Amanda Lacaze ihren Rückzug bei Lynas Rare Earths an. Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der der Konzern seine nächste Wachstumsstufe vorbereitet und die Aussichten für den Markt für Seltene Erden deutlich aufgehellt sind. Für Anleger stellt sich dabei vor allem die Frage, ob der Strategiewechsel im Management die ambitionierten Wachstumspläne gefährden könnte – oder ob der Übergang wie geplant geordnet verläuft.
Geplanter Führungswechsel
Lynas gab vor Börsenbeginn am Dienstag bekannt, dass Lacaze den Vorstand über ihre Absicht informiert hat, in den Ruhestand zu gehen. Sie bleibt noch bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Juni im Amt, um eine geordnete Übergabe zu sichern.
Der Verwaltungsrat hat einen formellen Auswahlprozess gestartet und prüft sowohl interne als auch externe Kandidaten für die Nachfolge im CEO-Posten.
Unter Lacaze, die 2014 in einer schwierigen Phase des Unternehmens antrat, entwickelte sich Lynas von einem „problembehafteten Start-up“ zu einem ASX50-Konzern und zum größten Produzenten Seltener Erden außerhalb Chinas. Die Marktkapitalisierung stieg in dieser Zeit von rund 400 Millionen US-Dollar auf nahezu 15 Milliarden US-Dollar.
Die unmittelbare Marktreaktion auf die Ankündigung war schwankend:
- Intraday legte die Aktie zunächst um knapp 3 % zu
- Am Ende des Handelstages schloss sie 1 % tiefer bei 14,61 AUD
- Bis Donnerstag drehte der Kurs wieder nach oben und stieg um 3,02 % auf 16,03 AUD, im Einklang mit einer breiteren Erholung im Rohstoffsektor
Insgesamt blieb das Kursbild damit relativ stabil.
Strategische Ausgangslage
Der Führungswechsel fällt in eine strategisch wichtige Phase. Lynas hat das Investitionsprogramm „Lynas 2025“ abgeschlossen und mit der Wachstumsagenda „Towards 2030“ die nächste Entwicklungsstufe gestartet. Das Unternehmen sieht sich finanziell solide aufgestellt, um diese Pläne umzusetzen.
Auch das Umfeld für Seltene Erden wirkt derzeit unterstützend:
- Broker-Prognosen sehen die Erlöse von geschätzten 557 Mio. US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 auf 1,1 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 steigen – damit würde sich der Umsatz nahezu verdoppeln.
- Konsensschätzungen gehen für 2026 von einem Plus der gesamten Produktion von Rare Earth Oxides um 53 % auf 16.100 Tonnen aus.
- Treiber ist vor allem Neodym/Praseodym (NdPr): Hier wird ein Produktionsanstieg um 35 % erwartet, kombiniert mit einer geschätzten Preissteigerung von rund 50 %.
- Parallel dazu legte der chinesische Preisindex für Seltene Erden bis zum 14. Januar um 10 % gegenüber Anfang Dezember zu.
Diese Kombination aus höherer Produktion und steigenden Preisen bildet die Basis für die optimistischen Umsatzprojektionen.
Ausblick auf 2026
Kurzfristig rückt die Frage in den Vordergrund, wer als neue Führungskraft die „Towards 2030“-Strategie konkret umsetzen wird. Der laufende Auswahlprozess für die CEO-Position bleibt damit ein zentrales Thema für den Markt.
Operativ setzt Lynas auf eine breitere Produktpalette und plant, die Produktion von Samarium in der ersten Jahreshälfte 2026 aufzunehmen. Das nächste greifbare Unternehmensereignis ist die Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal 2026, die für kommenden Mittwoch erwartet wird und weitere Hinweise zur Umsetzung der Wachstumspläne und zum Produktionshochlauf liefern dürfte.
Lynas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lynas-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Lynas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lynas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lynas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








