Ein weltweiter Notfall-Alarm für Airbus-Jets sorgte am Wochenende für Turbulenzen am Himmel und erzwang Flugausfälle bei namhaften Konkurrenten. Doch während andere Airlines am Boden bleiben mussten, gelang der Lufthansa ein überraschendes Manöver, das die operative Stärke des Konzerns eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ist diese Krisenfestigkeit der letzte nötige Impuls, um die Aktie am Montag auf ein neues Rekordhoch zu katapultieren?

Chaos bei der Konkurrenz, Ruhe beim Kranich

Auslöser der hektischen Betriebsamkeit war eine Notfall-Direktive der europäischen Luftfahrtbehörde EASA. Ein potenzieller Softwarefehler im Flugsteuerungssystem der A320-Familie – ausgelöst durch kosmische Strahlung – zwang Airlines weltweit zum sofortigen Handeln. Während Wettbewerber wie Air France oder die japanische ANA kurzfristig Flüge streichen mussten, um die Wartungsarbeiten durchzuführen, blieb es bei der Lufthansa ruhig.

Dem Konzern gelang es, die notwendigen Updates für die betroffenen Flotten fast geräuschlos über Nacht aufzuspielen. Das Ergebnis: Keine nennenswerten Streichungen und ein stabiler Flugplan. Diese operative Resilienz bestätigt die Aussagen von CEO Jens Ritter, der erst kürzlich die Früchte des laufenden "Turnaround"-Programms betonte. Wo früher technische Notfalleingriffe oft zu Chaos an den Drehkreuzen Frankfurt und München führten, griff diesmal das Krisenmanagement reibungslos.

Kann das Unternehmen diesen operativen Erfolg nun auch in Shareholder Value ummünzen?

Faktenlage: Mehr als nur Krisenmanagement

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Neben der Bewältigung des "Airbus-Schocks" treibt der Konzern seine Strategie an weiteren Fronten voran:

  • Kosteneffizienz: Die Vermeidung von teuren Entschädigungszahlungen am Wochenende ist ein direkter monetärer Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
  • Kundenbindung: Eine neue strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Klarna soll für mehr Flexibilität bei der Ticketbuchung sorgen.
  • Streckennetz: Sofern die Sicherheitslage stabil bleibt, plant die Kernmarke Lufthansa für Dezember die Wiederaufnahme der Flüge nach Teheran – ein Schritt zur Normalisierung des Flugplans.

Rekordjagd: Gelingt der Durchbruch?

Für Anleger ist die relative Stärke der Lufthansa gegenüber der europäischen Konkurrenz das entscheidende Signal zum Wochenstart. Der Markt hatte diese positive Tendenz bereits vor dem Wochenende antizipiert: Die Aktie verabschiedete sich mit einem Plus von 0,78 % bei 8,23 € aus dem Freitagshandel.

Damit hat sich eine charttechnisch hochspannende Situation ergeben. Das Papier notiert in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 8,32 €. Es fehlt also nur noch rund ein Prozentpunkt, um diesen massiven Widerstand zu knacken. Die erfolgreiche Bewältigung der EASA-Warnung ohne operative Schäden könnte genau der Treibstoff sein, den die Bullen am Montag benötigen.

Gelingt der Ausbruch über die Marke von 8,32 €, wäre dies ein starkes technisches Kaufsignal und der Beweis, dass die Lufthansa nach langer Restrukturierung nicht nur operativ, sondern auch an der Börse wieder fest im Steigflug ist.

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