Lufthansa Aktie: Analysten greifen zu
Die Stimmung an der Wall Street dreht sich spürbar zugunsten der deutschen Airline. Während die Luftfahrtbranche mit gemischten Signalen kämpft, erhält der Kranich-Konzern Rückenwind durch eine Serie von Hochstufungen. Zacks Research und BofA Securities haben ihre Einschätzungen jüngst nach oben korrigiert. Was treibt den Optimismus der Experten an und ist die Rallye von fast 50 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten erst der Anfang?
- Zacks Research: Upgrade auf "Strong-Buy" am Dienstag
- US-Markt: 60% der Buchungen kommen inzwischen aus den Vereinigten Staaten
- Performance: Kurs notiert stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt
Wall Street wird optimistischer
Die Analystengemeinde positioniert sich neu. Zacks Research stufte das Papier am Dienstag offensiv auf "Strong-Buy" hoch. Bereits zu Wochenbeginn zog BofA Securities nach und hob das Rating von "Underperform" auf "Neutral" an, verbunden mit einem neuen Kursziel von 9,20 Euro. Damit schließen sich die Experten der positiven Einschätzung von Morgan Stanley an, die bereits Anfang Januar zum Einstieg rieten.
Lediglich Barclays bleibt skeptisch und senkte das Votum Mitte Januar auf "Underweight", vor allem aufgrund potenzieller Risiken durch Arbeitskämpfe und die Verschuldungsquote von 127 Prozent des Eigenkapitals.
Transatlantik-Geschäft als Gewinntreiber
Der Hauptgrund für den Stimmungswandel liegt jenseits des Atlantiks. BofA Securities begründet das Upgrade mit der bemerkenswerten Stärke auf den Transatlantik-Routen. Ein interessantes Detail aus dem Report zeigt die Verschiebung der Gewichte: Fast 60 Prozent der Buchungen stammen mittlerweile aus den USA, während Europa nur noch für 40 Prozent steht. Die Strategie, auf US-Strecken verstärkt Premium-Sitze anzubieten, scheint aufzugehen.
Diese operative Stärke spiegelt sich auch im Chart wider. Mit einem aktuellen Kurs von 8,89 Euro notiert die Aktie rund 4,5 Prozent über dem technisch wichtigen 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 3,54 Prozent, getragen von der Erwartung steigender Umsätze pro Sitzkilometer.
Premium-Offensive mit Starlink
Um die zahlungskräftige Kundschaft langfristig zu binden, investiert der Konzern massiv in die Produktqualität. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnt die Ausstattung der rund 850 Flugzeuge mit Starlink-Internet. Bis 2029 soll die gesamte Flotte vernetzt sein.
Der Schritt markiert eine klare Abgrenzung zur Billigkonkurrenz: Während Ryanair die Starlink-Technologie wegen höherer Treibstoffkosten ablehnt, definiert die Lufthansa schnelles Internet als Standard für ihr Premium-Segment.
Ausblick auf März
Das Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen startet für die Airline mit vielversprechenden Vorzeichen. Ob sich die optimistischen Prognosen in der Bilanz niederschlagen, wird sich am 6. März 2026 zeigen, wenn der Konzern seine Quartalszahlen vorlegt. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 0,87 Euro je Aktie. Bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis (TTM) von 6,35 deutet dies fundamental auf eine weiterhin moderate Bewertung hin.
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