Lockheed Martin Aktie: Zwischen Raketen und Rechtsstreit

Der US-Rüstungsriese Lockheed Martin steckt in der Zwickmühle. Während das Unternehmen weiterhin Raketen im Milliardenwert produziert und Aktionäre mit Dividenden belohnt, drohen massive Klagen und milliardenschwere Verluste aus Großprojekten die Erfolgsstory zu trüben. Steht der Defense-Konzern vor einem Wendepunkt?
Schwere Hypothek durch Projektverluste
Hinter den scheinbar soliden Quartalszahlen verbirgt sich ein massives Problem: Lockheed Martin musste im zweiten Quartal satte 1,6 Milliarden Dollar an Vorsteuerverlusten aus wichtigen Programmprojekten verbuchen. Diese außerordentlichen Belastungen ließen den Nettogewinn nach GAAP-Standards auf nur noch 342 Millionen Dollar schrumpfen. Die eigentlich operative Performance war mit einem bereinigten Gewinn von 7,29 Dollar je Aktie deutlich besser als von Analysten erwartet – doch die Schattenseite überwiegt derzeit.
Klagewelle rollt an
Mehrere Anwaltskanzleien haben Sammelklagen gegen das Unternehmen angekündigt. Der Vorwurf: Lockheed Martin habe zwischen Anfang 2024 und Mitte 2025 bewusst falsche oder irreführende Aussagen zu seinen internen Kontrollen und der Fähigkeit getätigt, Vertragsverpflichtungen einzuhalten. Die Klagen stehen in direktem Zusammenhang mit der Bekanntgabe der milliardenschweren Programmverluste. Für Anleger, die sich als Hauptkläger bewerben wollen, läuft die Frist bis zum 26. September 2025.
Wall Street zerrissen
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Die aktuelle Situation spaltet die Analystengemeinde. Während einige auf "Kaufen" oder sogar "Strong Buy" setzen, stufen andere das Papier nur noch als "Hold" ein. Die Bandbreite der Kursziele spiegelt diese Unsicherheit wider, auch wenn ein konservativer Durchschnittswert bei rund 506 Dollar liegt. Die zentrale Frage lautet: Handelt es sich bei den Verlusten um einen einmaligen Ausrutscher – oder offenbaren sie grundlegendere Schwächen im Projektmanagement?
Lichtblicke im Geschäftsbetrieb
Trotz der Turbulenzen läuft das Tagesgeschäft weiter. Lockheed Martin hat eine Quartalsdividende von 3,30 Dollar je Aktie für September ausgeschüttet und setzt damit seine Tradition der Kapitalrückgaben fort. Zudem sicherte sich das Unternehmen einen 720-Millionen-Dollar-Auftrag der US Army für die Produktion von JAGM- und HELLFIRE-Raketen. Auch das Spike-NLOS-Raketensystem wurde für ein wettbewerbsorientiertes Armeeprogramm ausgewählt.
Der breitere Verteidigungssektor bietet mit einem US-Haushaltsantrag von 852 Milliarden Dollar für 2025 weiterhin Rückenwind. Doch Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel bleiben branchenweite Herausforderungen, die auch Lockheed Martins Fähigkeit zur Projektdurchführung belasten könnten.
Die Aktie notiert aktuell bei 389,15 Euro und zeigt sich am Freitag nahezu unverändert. Die entscheidende Frage für Anleger bleibt: Überwiegen am Ende die robusten Auftragseingänge und die Marktstellung – oder ziehen die Projektrisiken und rechtlichen Auseinandersetzungen den Konzern längerfristig nach unten?
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