Leonardo Aktie: Starker Impuls
Leonardo ist mit einem deutlichen Kursplus in die Woche gestartet. Die Aktie legte am Montag um 6,25 % auf 54,44 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Werten in Mailand. Auslöser waren eine plötzliche Rotation in europäische Rüstungswerte nach neuen geopolitischen Spannungen sowie eine optimistische Analystenstudie von Bank of America. Wie stabil ist dieser Schub?
Geopolitik und Analystenstimme als Treiber
Der stärkste Impuls kam aus der politischen Großwetterlage. Nach Berichten über ein militärisches Eingreifen der USA in Venezuela und die Festsetzung von Präsident Nicolás Maduro griffen Anleger verstärkt zu Rüstungsaktien. In diesem Umfeld setzte sich Leonardo im Leitindex FTSE MIB an die Spitze.
Der FTSE MIB selbst erreichte den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 und schloss 1 % im Plus bei 45.829 Punkten. Die Kaufbereitschaft richtete sich damit nicht nur auf Einzeltitel, sondern auf den gesamten Markt – Rüstungswerte profitierten jedoch überproportional.
Zusätzliche Unterstützung kam von einer neuen Einschätzung der Bank of America. Die Analysten stellten für das vierte Quartal 2025 eine „starke operative Umsetzung“ in Aussicht. Das impliziert, dass Leonardo aus ihrer Sicht Lieferkettenprobleme im Griff hat und die anhaltend hohe Nachfrage nach europäischen Verteidigungslösungen wirksam nutzen kann.
Parallel dazu sorgt die US-Tochter Leonardo DRS für Rückenwind. Dort hat zum 1. Januar 2026 John Baylouny, zuvor COO, den Posten des CEO von Bill Lynn übernommen. Seine Aufgabe ist es, Forschung und Entwicklung sowie die Marktausweitung zu beschleunigen. Die Börse honorierte den Führungswechsel: Die DRS-Aktie kletterte am Montag um 5,76 % auf 37,01 US‑Dollar und stützte damit auch die Bewertung der italienischen Mutter.
Europäische Rüstungswerte im Gleichklang
Im europäischen Sektor bewegte sich Leonardo im Rahmen der Branche, wenn auch mit Überrendite gegenüber dem heimischen Markt. In Deutschland sprang Rheinmetall am selben Tag um mehr als 9 % nach oben – ein Hinweis auf die enge Verzahnung der Kursbewegungen im europäischen Verteidigungssegment.
Der Markt bewertet derzeit ein länger anhaltendes Umfeld erhöhter Verteidigungsausgaben. Treiber sind zum einen die anhaltenden Konflikte in Osteuropa, zum anderen nun die neue Spannungslage in Südamerika. Diese Gemengelage stützt die Erwartung, dass die Auftragslage für Rüstungsunternehmen hoch bleibt.
Aus Bewertungssicht kommt Leonardo inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von rund 29,61 Mrd. Euro. Die Aktie notiert nahe ihrem 52‑Wochen-Hoch von 56,68 Euro, nachdem sie sich deutlich vom 52‑Wochen-Tief bei 25,17 Euro erholt hat. Das Handelsvolumen am Montag war erhöht und deutet auf ein starkes institutionelles Interesse an dem Kursanstieg hin.
Ausblick: Q4-Zahlen und technische Marke im Fokus
Der Blick richtet sich nun auf die Veröffentlichung der vollständigen Zahlen für das vierte Quartal 2025. Entscheidend wird sein, ob Leonardo die von Bank of America unterstellte „starke Umsetzung“ bestätigt und den Rekord-Auftragsbestand wie geplant in Umsatz und Cashflow ummünzt.
Aus technischer Perspektive nähert sich der Kurs der oberen Begrenzung der jüngsten Handelsspanne. Ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich von 55 bis 56 Euro wäre ein Signal für die Fortsetzung des bestehenden Aufwärtstrends.
Auf US-Seite haben die Analysten von BTIG ihre Kaufempfehlung für Leonardo DRS bekräftigt und ein Kursziel von 50 US‑Dollar genannt. Damit unterstreichen sie die Rolle der US-Tochter als wichtiger Wachstumstreiber der Gruppe für das Jahr 2026.
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