Leonardo Aktie: Satellit gestartet
Leonardo startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem kräftigen Kursanstieg vor dem Wochenende meldet der Rüstungskonzern nun den erfolgreichen Start eines weiteren Erdbeobachtungssatelliten der COSMO-SkyMed-Zweitgeneration. Für Anleger stellt sich damit vor allem eine Frage: Wie stark stützen Technologieerfolg und geopolitisches Umfeld den aktuellen Aufwärtstrend?
Erfolg im All als strategischer Meilenstein
Am Samstag wurde der dritte COSMO-SkyMed Second Generation (CSG)-Satellit erfolgreich von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ins All gebracht. Der Start gilt als wichtiger Schritt für die italienischen Weltraumkapazitäten, an deren industrieller Struktur Leonardo maßgeblich beteiligt ist.
Der Auftrag zeigt, wie tief der Konzern in die europäische Raumfahrt eingebunden ist:
- Fertigung: Der Satellit stammt von Thales Alenia Space, einem Joint Venture von Thales (67 %) und Leonardo (33 %).
- Betrieb: Im Orbit wird er von Telespazio gesteuert, einem Gemeinschaftsunternehmen, an dem Leonardo mit 67 % die Mehrheit hält, Thales kommt auf 33 %.
- Signalaufnahme: Das Fucino Space Center von Telespazio im italienischen Abruzzen erfasste das Signal des Satelliten rund 59 Minuten nach der Abtrennung von der Trägerrakete.
Mit diesem Start ist die dritte Einheit einer Konstellation vollständig, die im Eigentum der italienischen Raumfahrtagentur und des Verteidigungsministeriums steht. Für Leonardo ist das ein Beleg, dass der Konzern nicht nur klassische Verteidigungsgüter liefert, sondern auch kritische Infrastruktur für Aufklärung, Überwachung und Erdbeobachtung bereitstellen kann.
Geopolitik treibt Nachfrage
Bereits am Freitag hatte die Aktie deutlich zugelegt und damit den italienischen Leitindex spürbar übertroffen. Treiber waren laut Marktbeobachtern vor allem wieder aufflammende Sorgen um den Verlauf der Friedensbemühungen in Osteuropa.
Die Verteidigungsbranche reagiert sensibel auf jede Verschiebung im Russland-Ukraine-Konflikt. Berichte über anhaltende Unsicherheit bei den Verhandlungen führten zum Wochenschluss dazu, dass Kapital verstärkt in große Rüstungstitel floss – Leonardo profitierte davon unmittelbar.
Charttechnisch spiegelt sich dieser Stimmungsumschwung klar wider: Die Aktie schloss am Freitag bei 60,00 US-Dollar, liegt damit nur rund 1 % unter dem 52‑Wochen-Hoch und hat sich innerhalb von zwölf Monaten um etwa 129 % verteuert. Auch der Abstand von gut 20 % zum 50‑Tage-Durchschnitt unterstreicht den ausgeprägten Aufwärtstrend, der allerdings mit einem RSI von 75 bereits in überkauftes Terrain hineinläuft.
Operative Bestätigung für die Raumfahrtsparte
Parallel zur positiven Kursentwicklung liefert die Raumfahrtsparte einen operativen Belastungstest – und besteht ihn. Die erfolgreiche Signalaufnahme durch das Fucino Space Center bestätigt, dass die Systeme im kritischen LEOP-Abschnitt (Launch and Early Orbit Phase) wie geplant funktionieren. Diese Phase soll rund neun Tage dauern und ist entscheidend für die Stabilisierung der Flugbahn und die Inbetriebnahme des Satelliten.
Mit der CSG-Mission stärkt Leonardo sein Portfolio in der Erdbeobachtung, einem Bereich, der sicherheits- wie umweltpolitisch an Bedeutung gewinnt. Die gewonnenen Daten dienen nicht nur militärischer Aufklärung, sondern auch zivilen Anwendungen rund um Monitoring, Katastrophenmanagement und Nachhaltigkeit. Damit zahlt der Erfolg im All direkt auf die Positionierung des Konzerns als Anbieter moderner Sicherheits- und Überwachungslösungen ein.
Kombination aus Story und Momentum
Für die neue Handelswoche kommt beides zusammen: ein klar dokumentierter technologischer Fortschritt und ein Marktumfeld, in dem die Nachfrage nach Verteidigungs- und Sicherheitslösungen hoch bleibt. Die Aktie geht nach dem starken Freitag mit einem etablierten Aufwärtstrend und einem frischen operativen Erfolg in den Handel. Spannend wird nun vor allem, ob der Titel das jüngste Hoch nachhaltig bestätigen kann oder ob die deutlich überkaufte Lage zunächst zu einer Verschnaufpause führt.
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