Leonardo Aktie: Frist läuft ab
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo steht in Großbritannien unter Zeitdruck. Bis März läuft das finale Angebot für einen Hubschrauber-Auftrag über eine Milliarde Pfund aus – doch eine Entscheidung der britischen Regierung lässt weiter auf sich warten. Rund 3.000 Arbeitsplätze am historischen Standort Yeovil hängen am seidenen Faden.
Der Vertrag: Kern der UK-Strategie
Leonardo ist einziger Bieter für das New Medium Helicopter (NMH) Programm der Royal Air Force. Der Auftrag umfasst den Ersatz der veralteten Puma-Hubschrauberflotte durch das Modell AW149, produziert in Yeovil, Somerset. Für den Konzern ist der Kontrakt weit mehr als ein Einzelauftrag: Er bildet das Fundament der gesamten britischen Präsenz, die sich über Helikopter hinaus auf Elektronik und Cybersecurity erstreckt.
CEO Roberto Cingolani hatte dem britischen Verteidigungsministerium bereits deutlich gemacht: Weitere Verzögerungen oder eine Absage würden Leonardo zwingen, die milliardenschweren Investitionen in Großbritannien grundsätzlich zu überdenken.
Die Regierung zögert
Verteidigungsminister Luke Pollard bezeichnete Leonardo am Montag als "wichtigen strategischen Partner" und bestätigte die Priorität des NMH-Programms. Gleichzeitig machte er klar: Eine finale Entscheidung fällt erst nach Veröffentlichung des Defence Investment Plan – einen Zeitpunkt nannte er nicht.
Das Problem: Leonardos "best and final offer" ist an März 2026 gebunden. Verstreicht die Frist, müsste der gesamte Vergabeprozess neu aufgesetzt werden, da die Preisgestaltung von aktuellen Lieferketten-Konditionen abhängt. Branchenkreise hatten bereits im Januar auf eine Entscheidung gedrängt, um vertragliche Fristen einzuhalten.
Was jetzt kommt
Am 4. März steht die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025 an. Investoren werden auf Aussagen zum britischen Vertragspoker achten. Die Aktie notierte am Montag bei 58,68 Euro und damit noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 60,18 Euro Anfang Januar. Sollte die Regierung bis zur März-Deadline keine Klarheit schaffen, droht ein Neustart des Vergabeverfahrens – mit ungewissem Ausgang für den Standort Yeovil.
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