KUKA präsentiert auf LogiMAT die Zukunft der Roboter-Kooperation
Die Zukunft der Lagerlogistik ist vernetzt und selbstständig. Das demonstriert KUKA mit einer spektakulären 600-Quadratmeter-Schau auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart. Im Fokus steht das Ende des „Vendor-Lock-in“ – Roboter verschiedener Hersteller arbeiten erstmals nahtlos zusammen.
Autonome Mobilität trifft auf klassische Industrierobotik. In der sogenannten „Interoperability Arena“ in Halle 8 zeigt der deutsche Roboterpionier, wie seine mobilen Plattformen (AMRs) mit stationären Sechs-Achs-Robotern interagieren. Ein KR IONTEC stapelt Kartons auf Paletten, die dann von KMP-Modellen abtransportiert werden. Die zentrale Steuerung übernimmt die SYNAOS Intralogistics Platform. Sie ermöglicht die Kommunikation über offene Standards wie VDA 5050. Für Logistikmanager bedeutet das: Sie können ihre Automatisierung schrittweise mit der jeweils besten Technik erweitern – unabhängig vom Hersteller.
Moderne Flottensteuerung und autonome Systeme erhöhen die Effizienz, erfordern aber auch eine präzise Unterweisung der Verantwortlichen. Dieses kostenlose Komplettpaket bietet Ihnen fertige Vorlagen und Rechtsgrundlagen für eine sichere Durchführung. Gabelstapler-Unterweisung in 30 Minuten vorbereiten
Premiere: Der autonome Gabelstapler KMF 1500P-CB
Ein Star der Messe ist die erste öffentliche Vorführung des KMF 1500P-CB. Dieser mobile Roboter-Gabelstapler hebt bis zu 1.500 Kilogramm und erreicht eine Hubhöhe von drei Metern. In der Live-Demo hebt er einen anderen AMR auf seine Gabeln – ein Beweis für seine Stabilität und Präzision. Sein kompaktes Design erlaubt die Fahrt in engeren Gängen als herkömmliche Stapler und erhöht so die Lagerdichte.
Parallel präsentiert KUKA erweiterte Fähigkeiten seiner KMP-Serie. Das Modell KMP 600P mit „DiffDrive“-Technologie zeigt, wie es sich flexibel an wechselnde Materialflüsse anpasst. Die mobile Palette deckt nun durch modulare Upgrades eine Traglast von 250 bis 3.000 Kilogramm ab.
Die Software, die alles orchestriert
Die Hardware wird von einer intelligenten Software-Ebene gesteuert: der KUKA Automation Management Platform (KUKA AMP). Sie orchestriert ganze Roboterflotten und digitale Zwillinge in komplexen Umgebungen. Die auf der Messe gezeigte KUKA.AMR Fleet-Software ist darin integriert und bietet Echtzeit-Überwachung. Das System ermöglicht „intent-based robotics“: Roboter passen ihre Wege und Aufgaben autonom an Störungen an, ohne manuelle Neukonfiguration.
Dieser Schritt hin zu „Automation 2.0“ ist ein Kernthema. Während sich die erste Automatisierungswelle auf starre, repetitive Aufgaben konzentrierte, nutzt die neue Plattform KI, um mit den Unwägbarkeiten realer Logistikzentren umzugehen. Die Systeme werden so einfacher zu installieren und widerstandsfähiger.
Mit der zunehmenden Vernetzung und dem Einsatz von KI in der Logistik steigen auch die rechtlichen Anforderungen an die Dokumentation und Sicherheit. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden mit bearbeitbaren Checklisten, um Ihre Gefährdungsbeurteilungen rechtssicher und effizient zu gestalten. Kostenlose GBU-Vorlagen für Arbeitssicherheit herunterladen
Wirtschaftlicher Imperativ für Europa
Die Innovationen sind keine Luxusinvestition mehr, sondern ein wirtschaftliches Muss. LogiMAT-Direktor Michael Ruchty sieht die Messe als Seismograf für eine Branche unter Druck. Volatile Lieferketten und hohe Energiekosten zwingen zu mehr Effizienz.
KUKA verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz mit seinen Konzernschwestern. Während der Hauptstand auf Robotik und Software fokussiert, demonstriert Swisslog in Halle 1 nahtlos integrierte Automatisierungslösungen mit Warehouse-Management-Software wie SynQ und SAP EWM. Visual Components, ein weiteres KUKA-Unternehmen, bietet Simulationswerkzeuge, um diese komplexen Interaktionen vorab in einer digitalen Zwillingumgebung zu planen.
Globale Ambitionen und der Blick nach China
Mit über 550.000 installierten Robotern weltweit zählt KUKA zu den zwei größten Herstellern. Ein strategischer Fokus 2026 liegt auf dem Ausbau der Marktposition in China, wo das Unternehmen bereits zu den Top Drei gehört und bis Jahresende die Führung anstrebt.
Die Roadmap sieht die flächendeckende Einführung der KUKA AMP sowie mehr „KI-first“-Funktionen in der kleinen Robotikbaureihe, wie dem KR AGILUS ultra, vor. Das Ziel ist die durchgängige Digitalisierung der Produktion – von der 3D-Simulation bis zur KI-gestützten Optimierung.
Die Botschaft der LogiMAT ist eindeutig: Die Zukunft der Intralogistik ist mobil, interoperabel und intelligent. Bis zum 26. März werden auf dem KUKA-Stand weitere technische Deep Dives erwartet. Wenn diese Technologien von der Messehalle in die reale Fabrik wandern, werden sie die Effizienz globaler Lieferketten neu definieren.








