Am heutigen Mittwoch legt der Düngemittelkonzern K+S die Unterlagen für die kommende Hauptversammlung vor. Hinter einem soliden operativen Ausblick für 2026 verbirgt sich eine massive Altlast aus dem vergangenen Jahr. Gleichzeitig baut sich am Horizont ein geopolitisches Risiko auf, das die weltweiten Kalipreise empfindlich stören könnte.

Milliardenabschreibung drückt aufs Gemüt

Operativ lief es für die Kasseler zuletzt eigentlich rund. Höhere Verkaufspreise in der Landwirtschaft und gesunkene Frachtkosten trieben das operative Ergebnis (EBITDA) 2025 auf knapp 613 Millionen Euro. Allerdings reißt eine gigantische, nicht zahlungswirksame Wertminderung im Bereich Kali- und Magnesiumprodukte in Höhe von 1,57 Milliarden Euro ein tiefes Loch in die Bilanz. Unter dem Strich steht für 2025 ein bereinigter Konzernverlust von 1,13 Milliarden Euro. Entsprechend mager fällt die geplante Dividende mit lediglich 7 Cent je Anteilsschein aus.

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Das Risiko einer Angebotsschwemme

Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Meyer ein EBITDA zwischen 600 und 700 Millionen Euro in Aussicht. Das Unternehmen hat die Energiekosten weitgehend abgesichert, da rund 70 Prozent des europäischen Erdgasbedarfs unter 40 Euro pro Megawattstunde fixiert wurden. Ein potenzieller Stolperstein liegt jedoch in Washington.

Die US-Regierung erwägt offenbar, die Sanktionen gegen Belarus zu lockern. Fallen diese Exportbeschränkungen, würden schlagartig große Mengen Düngemittel auf den Weltmarkt zurückkehren. Dieser Angebotsschock dürfte den ohnehin vorhandenen Preisdruck auf Kali spürbar erhöhen.

Wichtige Termine im Mai

An der Börse sorgt diese Gemengelage für eine gewisse Zurückhaltung. Nach einem starken Jahresstart notiert das Papier aktuell bei 16,19 Euro und hat sich damit über elf Prozent von seinem Jahreshoch aus dem März entfernt. Neue Impulse liefern voraussichtlich die anstehenden Termine:

  • 11. Mai 2026 (07:00 Uhr): Veröffentlichung der Q1-Zahlen
  • 12. Mai 2026: Virtuelle Hauptversammlung

Sollten die Preise für Kaliumchlorid in wichtigen Märkten wie Brasilien auf dem schwachen Niveau von Ende 2025 verharren, kalkuliert das Management lediglich mit dem unteren Ende der Gewinnprognose. Die Präsentation der Quartalszahlen am 11. Mai liefert Anlegern die nächsten konkreten Datenpunkte zur operativen Widerstandsfähigkeit im ersten Jahresviertel.

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