Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat sich öffentlich zum angeschlagenen Lebensmittelkonzern bekannt – und das zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Kraft Heinz begräbt seine Aufspaltungspläne und steckt stattdessen 600 Millionen Dollar in die Wiederbelebung vernachlässigter Marken. Nach Jahren des Sparkurses soll nun Wachstum zurückkehren. Doch die Ausgangslage ist schwierig.

Berkshire gibt grünes Licht

Greg Abel, CEO von Berkshire Hathaway, hat die strategische Neuausrichtung von Kraft Heinz ausdrücklich unterstützt. Der Investmentriese, größter Aktionär des Konzerns, plane keine Verkäufe und halte die Entscheidung, die geplante Konzernaufspaltung zu stoppen und stattdessen das Kerngeschäft zu sanieren, für "absolut richtig".

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Diese Rückendeckung gibt dem Management von CEO Steve Cahillane Luft zum Handeln. Berkshires Signal eliminiert kurzfristig einen potenziellen Verkaufsdruck durch einen Großinvestor – ein stabilisierender Faktor in einer Phase des Umbaus.

600 Millionen Dollar gegen den Abwärtstrend

Die Kehrtwende kommt nicht von ungefähr. Im vierten Quartal 2025 brachen die organischen Umsätze um 4,2 Prozent ein, die bereinigte Bruttomarge sank um 130 Basispunkte auf 33,1 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 ging der Nettoumsatz um 3,5 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar zurück.

Cahillane räumte ein, dass Kraft Heinz nach einem jahrzehntelangen Sparkurs "zu mager" geworden sei. Die 600 Millionen Dollar sollen nun in Markenaufbau und Produktinnovation fließen. Mit Nicolas Amaya wurde zudem ein neuer Präsident für Nordamerika ernannt.

Für 2026 stellt das Unternehmen organische Umsatzrückgänge von 1,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,98 und 2,10 Dollar landen. Immerhin: Der freie Cashflow stieg 2025 um knapp 16 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar.

Wall Street bleibt skeptisch

Die Analystengemeinde reagiert zurückhaltend. JPMorgan stufte die Aktie von "Neutral" auf "Underweight" ab und senkte das Kursziel von 24 auf 22 Dollar. Mizuho reduzierte das Ziel von 27 auf 25 Dollar bei "Neutral". TD Cowen bekräftigte lediglich "Hold".

Gleichzeitig verkaufte Insider Cory Onell Anfang März Aktien im Wert von über 344.000 Dollar. Institutionelle Investoren halten weiterhin 78,17 Prozent der Anteile.

Dividende als Stabilisator

Am 6. März wurde die Aktie ex-Dividende gehandelt. Die vierteljährliche Ausschüttung von 0,40 Dollar je Aktie entspricht einer Rendite von rund 6,6 Prozent – ein Anker für einkommensorientierte Anleger in einem Umfeld schwacher Kursentwicklung.

Die Zahlen liefern Kraft Heinz in den kommenden Quartalen. Ob die Investitionsoffensive tatsächlich Volumen zurückbringt, wird sich an Produkteinführungen, Regalpräsenz und letztlich an den Quartalszahlen ablesen lassen. Die Konkurrenz durch Handelsmarken bleibt hoch, Kosteninflation bei Kaffee, Eiern und Fleisch belastet weiter. Am 27. März fließt die Dividende – der operative Beweis für die Strategie steht noch aus.

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