Kraft Heinz steckt in einer schwierigen Phase: sinkende Umsätze, jahrelange Unterinvestitionen in die eigenen Marken und eine Aktie, die sich in der Nähe von Mehrjahrestiefs bewegt. Jetzt setzt ein neuer CEO auf einen milliardenschweren Turnaround – mit Rückendeckung von Großaktionär Berkshire Hathaway.

Der Plan: 600 Millionen Dollar für die Marken

CEO Steve Cahillane, seit Dezember im Amt, hat die geplante Aufspaltung des Unternehmens zunächst auf Eis gelegt. Seine Begründung: Viele der bestehenden Probleme seien „lösbar und in unserer Kontrolle". Stattdessen investiert Kraft Heinz 600 Millionen Dollar in das US-Geschäft – für Marketing, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie gezielte Preismaßnahmen.

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Cahillane räumt offen ein, dass der Konzern durch jahrelange Budgetkürzungen „zu schlank" geworden sei. Das ist eine bemerkenswert direkte Selbstkritik. Der neue Chef bringt Erfahrung mit: Er führte Kellogg durch eine eigene Aufspaltung und leitete anschließend Kellanova bis zu dessen Verkauf an Mars.

Parallel dazu hat Kraft Heinz sein Nordamerika-Führungsteam neu aufgestellt. Nicolas Amaya übernahm am 23. Februar 2026 die Rolle des President North America und verantwortet damit den mit Abstand größten Markt des Unternehmens.

Berkshire hält – vorerst

Berkshire Hathaway, mit einem Anteil von 27,5 Prozent der größte Einzelaktionär, hat die neue Strategie ausdrücklich begrüßt. CEO Greg Abel lobte Cahillanes Entscheidung gegen die Aufspaltung. Eine Zerschlagung des Unternehmens „inmitten vieler Herausforderungen, ohne dass die Probleme gelöst sind", halte er für falsch, so Abel.

Für Aufsehen hatte zuvor eine SEC-Registrierung gesorgt, die einen möglichen Verkauf von bis zu 99,99 Prozent der Berkshire-Anteile ermöglicht hätte. Abel stellte klar, dass dies lediglich vorsorglich geschehen sei – ein unmittelbarer Verkauf sei nicht geplant.

Analysten skeptisch, Zahlen schwach

Die finanzielle Ausgangslage bleibt angespannt. Der Umsatz sank im vergangenen Quartal um 3,4 Prozent im Jahresvergleich, der Jahresumsatz 2025 lag bei rund 25 Milliarden Dollar. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 28 Prozent an Wert verloren.

Morgan Stanley-Analystin Megan Alexander Clapp senkte ihr Kursziel von 24 auf 23 Dollar und behielt das „Underweight"-Rating bei. Begründung: Die erhöhten Investitionen belasten die Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 um jeweils 18 Prozent. Auch Piper-Sandler-Analyst Michael Lavery erkennt zwar an, dass Cahillane die Pläne „deutlich stärker als erwartet" umgeformt habe – warnt aber, dies sei erst „der erste Schritt" auf dem Weg zu nachhaltigem Wachstum.

Ob die Investitionsoffensive tatsächlich zu messbaren Umsatz- und Volumenzuwächsen führt, wird sich spätestens in den Quartalsergebnissen der zweiten Jahreshälfte 2026 zeigen – dann dürften erste Effekte der neuen Strategie sichtbar werden.

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