Analysten kappen ihre Kursziele, Fusionsgespräche sind geplatzt, und die eigene Jahresprognose liegt unter den Markterwartungen. Kraft Heinz steckt in einer Zwickmühle — und der Druck wächst.

TD Cowen setzt das niedrigste Kursziel der Wall Street

Analyst Robert Moskow von TD Cowen hat sein Kursziel für Kraft Heinz von 24 auf 20 US-Dollar gesenkt — das niedrigste Ziel unter allen Analysten, die das Unternehmen beobachten. Die Hold-Einstufung bleibt bestehen. Damit liegt das neue Ziel bereits unter dem aktuellen Kurs, was die Skepsis gegenüber einer kurzfristigen Erholung deutlich unterstreicht.

TD Cowen ist dabei kein Einzelfall. Wells Fargo kürzte sein Ziel im März von 25 auf 23 Dollar. Morgan Stanley senkte ebenfalls auf 23 Dollar und begründete den Schritt mit einer Revision der Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 um jeweils 18 Prozent — wegen steigender Investitionen, die nötig sind, um das schwächelnde Umsatzwachstum zu stabilisieren. Von 21 Analysten vergeben aktuell 14 ein Hold-Rating, sechs empfehlen den Verkauf.

Die Aktie notiert rund ein Drittel unter ihrem 52-Wochen-Hoch und bewegt sich nahe mehrjähriger Tiefststände.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kraft Heinz?

Strategie im Umbau, Fusion gescheitert

Kraft Heinz hatte zuletzt auf eine externe Lösung gesetzt: Gespräche mit Unilever über eine mögliche Fusion der Condiments-Sparte mit dem Lebensmittelgeschäft des britisch-niederländischen Konzerns wurden geführt — und sind nun laut Financial Times ohne Ergebnis beendet worden. Das potenzielle Gemeinschaftsunternehmen hätte einen Wert im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich erreicht.

Stattdessen setzt CEO Steve Cahillane auf einen internen Turnaround. Im Februar stoppte das Unternehmen Pläne zur Aufspaltung und legte ein 600-Millionen-Dollar-Programm auf. Die eigene Prognose für das Gesamtjahr 2026 liegt bei 1,98 bis 2,10 Dollar je Aktie — und damit spürbar unter dem Konsens der Analysten.

Dividende als Stütze, Quartalszahlen als Prüfstein

Morgen schüttet Kraft Heinz eine Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Aktie aus, was einer annualisierten Rendite von rund 7,5 Prozent entspricht. Für einkommensorientierte Anleger bleibt das ein Argument — auch wenn der Kurs zuletzt deutlich nachgegeben hat.

Am 28. April werden die nächsten Quartalszahlen erwartet. Dann wird sich zeigen, ob die erhöhten Investitionen erste Wirkung entfalten und ob Cahillanes Turnaround-Plan mehr ist als eine Absichtserklärung.

Kraft Heinz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kraft Heinz-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Kraft Heinz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kraft Heinz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Kraft Heinz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...