Kion Group Aktie: Vorsicht statt Aufbruch
Die Kion Group hat heute ihren Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt – und die Anleger sind enttäuscht. Die Aktie stürzt am Vormittag um rund neun Prozent auf 57,50 Euro ab. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf knapp 16 Prozent. Der Grund: Die Prognosen für 2026 fallen deutlich verhaltener aus, als Analysten erhofft hatten.
Dabei war 2025 für den Gabelstapler-Hersteller eigentlich ein durchwachsenes Jahr. Der Umsatz sank um knapp zwei Prozent auf 11,3 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) ging um 14 Prozent auf 789 Millionen Euro zurück. Die Marge verschlechterte sich von acht auf sieben Prozent. Unter dem Strich brach der Gewinn um mehr als ein Drittel auf 230 Millionen Euro ein – nicht zuletzt wegen Einmalkosten von 169 Millionen Euro für ein Sparprogramm.
Auftragseingang glänzt, Ausblick enttäuscht
Ein Lichtblick: Der Auftragseingang sprang 2025 deutlich von 10,3 auf 11,7 Milliarden Euro. Beide Segmente trugen zum Wachstum bei. Im Staplergeschäft kletterten die Bestellungen um 8,6 Prozent auf 266.000 Fahrzeuge, im Automationsgeschäft schoss der Auftragseingang sogar um 39,5 Prozent nach oben. Das spricht grundsätzlich für eine bessere Auslastung in den kommenden Monaten.
Doch die Frankfurter bleiben vorsichtig. Für 2026 kalkuliert CEO Rob Smith mit einem Umsatz zwischen 11,4 und 12,3 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Ebit von 850 Millionen bis 1,04 Milliarden Euro. Das wäre zwar eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr – doch die Midpoints der Spannen liegen jeweils unter den Konsenserwartungen der Analysten. JPMorgan-Experte Akash Gupta bemängelt insbesondere die zurückhaltende Profitabilitätsprognose.
Wettbewerb drückt, Altprojekte belasten
Das Problem: Im Staplergeschäft macht sich der zunehmende Wettbewerbsdruck bemerkbar. Chinesische Anbieter drängen mit günstigen Modellen auf den europäischen Markt und setzen die Preise unter Druck. Das schlägt direkt auf die Marge. Kion erwartet hier für 2026 nur leichtes Wachstum.
Im Automationsgeschäft soll es hingegen deutlich aufwärtsgehen. Allerdings bewegt sich dieser Bereich auf niedrigem Niveau und leidet nach wie vor unter unprofitablen Altprojekten. CFO Christian Harm räumt ein, dass mindestens zwei dieser Projekte auch 2027 noch die Rentabilität belasten werden. Das mittelfristige Ziel einer zweistelligen Marge bis Ende 2027 bekräftigt das Management zwar – doch die vom Unternehmen befragten Analysten glauben im Durchschnitt nicht daran.
Immerhin: Das Sparprogramm soll die Fixkosten dauerhaft um 150 Millionen Euro senken, erste Effekte zeigten sich bereits 2025. Die volle Wirkung wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Der freie Mittelzufluss soll zwischen 430 und 570 Millionen Euro liegen – hier überraschte Kion positiv. Allerdings schlägt auch die Dividende negativ aus: Statt 82 Cent sind nur noch 62 Cent je Aktie vorgesehen.
UBS-Analyst Sven Weier bleibt dennoch optimistisch. Er stuft die Aktie weiter mit "Buy" ein, Kursziel 79 Euro. Seine These: Der Ausblick sei zu vorsichtig, die aktuelle Kursschwäche biete eine Kaufgelegenheit. Besonders die Effekte des deutschen Finanzpakets würden 2026 unterschätzt. Die Anleger sind heute anderer Meinung.
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