Der Iran-Konflikt, eine hartnäckig restriktive Fed und ein bevorstehender Indexumbau – der iShares MSCI World ETF steht derzeit unter einem ungewöhnlich dichten Belastungsgeflecht. Besonders pikant: Ausgerechnet das jahrelang kritisierte US-Übergewicht entwickelt sich gerade zum relativen Schutzschild.

Wall Street als unerwarteter Anker

Noch zu Beginn des Jahres setzten viele Anleger auf Europa und Asien. Die US-Indizes hatten 2025 ihre schwächste Periode relativ zum MSCI World seit 2009 erlebt – getrieben von KI-Bewertungssorgen und starken Wachstumserwartungen außerhalb der USA.

Jetzt noch einsteigen? Was Anleger beim MSCI World ETF beachten sollten...

Der Iran-Krieg hat diese Rechnung verändert. Europa und Asien importieren den Großteil ihres Öl- und Gasbedarfs aus der Region – die USA hingegen sind Nettoexporteur. Da amerikanische Aktien noch immer über 70 Prozent des MSCI World ausmachen, wirkt dieses Energiegefälle nun als Puffer für den Gesamtfonds.

Fed bleibt hart, Tech verliert Rückenwind

Die Woche bis zum 20. März markierte die vierte Verlustwoche in Folge für globale Aktienmärkte. Der S&P 500 schloss erstmals seit mehr als 200 Handelssitzungen unter seiner 200-Tage-Linie – bei rund 6.606 Punkten, etwa sechs Prozent unter dem Januarhoch von 6.978.

Die US-Notenbank hält ihren Leitzins unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Gleichzeitig hob der FOMC seine Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 Prozent an – sowohl für die Headline- als auch die Kernrate des PCE-Index. Für den MSCI World ETF hat das direkte Konsequenzen: Technologiewerte stellen mit knapp 26 Prozent den größten Sektoranteil. Ohne klare Zinssenkungsperspektive fehlt Schwergewichten wie Nvidia, Apple und Microsoft der geldpolitische Rückenwind.

Den Druck verstärkt der Ölpreisschock. Brent-Rohöl stieg am 19. März auf 112,19 Dollar je Barrel, nachdem der Irak eine Force-Majeure an ausländisch betriebenen Ölfeldern erklärte und Drohnen zwei kuwaitische Raffinerien trafen. Im Monatsverlauf März legte der Ölpreis damit um mehr als 40 Prozent zu – ein weiterer Grund für die Fed, an ihrer abwartenden Haltung festzuhalten.

Entwickelte Märkte laufen auseinander

Innerhalb der 23 Industrieländer des MSCI World zeigen sich deutliche Unterschiede. Der MSCI EAFE – der Index für entwickelte Märkte außerhalb Nordamerikas – verlor in der Woche bis zum 20. März nur 0,83 Prozent und liegt seit Jahresbeginn bei -1,46 Prozent. Japans Nikkei 225 führt die Weltmarkt-Rangliste mit einem Plus von 2,3 Prozent an, gefolgt vom kanadischen TSX mit 0,5 Prozent. Am anderen Ende stehen Indiens BSE Sensex mit -14,7 Prozent sowie der deutsche DAXK (-7,8 Prozent) und der französische CAC 40 (-5,2 Prozent).

Strukturumbau im Mai als nächste Hürde

Über die aktuelle Marktlage hinaus steht dem ETF im Mai die größte strukturelle Veränderung seit Jahren bevor. MSCI Inc. führt drei neue Streubesitz-Klassifizierungsstufen ein: „hoch" für Unternehmen mit mehr als 25 Prozent Freefloat, „niedrig" für 5 bis 25 Prozent und „sehr niedrig" für unter 5 Prozent. Analysten erwarten, dass diese Neueinteilung die Gewichtungen einzelner Mega-Cap-Titel spürbar verschiebt – mit einer deutlich höheren Portfolioumschlagsrate als bei regulären Quartalsrebalancierungen üblich.

Die Terminmärkte preisen derzeit nur eine einzige Zinssenkung für das Gesamtjahr 2026 ein, mit einer ersten nennenswerten Wahrscheinlichkeit frühestens im September oder Oktober. Bis dahin bleibt der politische Spielraum, externe Schocks abzufedern, eng bemessen.

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