Heute ist für Intel ein entscheidender Tag — zumindest in der Welt der PC-Enthusiasten. Die Review-Embargos für die neuen Core Ultra 200S Plus Desktop-Prozessoren wurden heute Morgen um 6 Uhr Pazifik-Zeit aufgehoben. Unabhängige Tests zeigen nun erstmals, ob die vollmundigen Versprechen des Chipkonzerns diesmal halten.

Was die neuen Chips bieten

Die Arrow Lake Refresh-Prozessoren — Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus — sollen gegenüber ihren Vorgängern spürbar zulegen. Intel verspricht im Schnitt 15 Prozent mehr Gaming-Leistung beim 270K Plus verglichen mit dem 265K, in einzelnen Titeln wie Shadow of the Tomb Raider sogar bis zu 39 Prozent. Technisch bringen die neuen Chips vier zusätzliche E-Kerne, eine um bis zu 900 MHz erhöhte Die-to-Die-Frequenz sowie Unterstützung für schnelleres DDR5-RAM mit 7200 MT/s. Hinzu kommt das neue Intel Binary Optimization Tool (iBOT), das laut Intel die Instruktionen pro Taktzyklus steigern soll.

Preislich positioniert Intel die Chips aggressiver als die Vorgänger: Der 250K Plus startet bei 199 US-Dollar, der 270K Plus bei 299 Dollar — deutlich weniger als die 394 Dollar, die der 265K zum Launch kostete.

Kein Flaggschiff, kein Risiko

Auffällig ist, was fehlt: Der Core Ultra 9 290K Plus wurde offenbar gestrichen. Intel verzichtet damit auf ein Flaggschiff-Modell und konzentriert sich auf die beiden mittleren SKUs. Intern begründet das Unternehmen den Schritt damit, Ressourcen für die nächste Prozessor-Generation Nova Lake freizuhalten.

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Das ist insofern relevant, weil Arrow Lake Refresh ohnehin nur als Übergangslösung gilt. Nova Lake — voraussichtlich als Core Ultra 400 vermarktet — soll Ende 2026 erscheinen, auf einen neuen LGA1954-Sockel wechseln und in der Spitze bis zu 52 Kerne bieten.

Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel

Das Problem: Intel hat dieses Spiel schon einmal gespielt. Die ursprünglichen Arrow Lake-Chips wurden mit ähnlichem Optimismus angekündigt und enttäuschten die Gaming-Community. Zuvor hatten Stabilitätsprobleme bei den Prozessoren der 13. und 14. Generation das Vertrauen vieler Enthusiasten beschädigt. Intels eigene Benchmarks sind daher wenig wert — die heute erscheinenden unabhängigen Tests werden zeigen, ob die Leistungsversprechen diesmal belastbar sind.

An der Börse spiegelt sich die Skepsis wider. Die Aktie verlor am vergangenen Freitag rund 5 Prozent und notiert aktuell bei etwa 38,55 Euro. Das Analysten-Konsensus-Kursziel liegt bei umgerechnet rund 47 Dollar, doch 33 von 48 Analysten empfehlen lediglich "Halten" — nur neun stufen den Titel als Kauf ein.

Mehr als ein Gaming-Benchmark

Für Investoren geht es heute um mehr als Frames per Second. Ein überzeugender Testdurchlauf würde Intels laufende Turnaround-Story stützen. Fallen die Reviews erneut enttäuschend aus, liefert das der bereits skeptischen Analysten-Community weitere Argumente. Die Chips sind ab dem 26. März im Handel erhältlich — dann folgt auch der erste Praxistest durch den Markt.

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