Intel Aktie: Neues Jahreshoch
Die Intel-Aktie explodiert förmlich – und das ausgerechnet wenige Stunden vor der entscheidenden Quartalsvorlage. Der Chip-Gigant erreichte bei 54,25 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch, getrieben von optimistischen Erwartungen an die KI-Sparte und politischem Rückenwind. Der Markt preist bereits eine gelungene Wende ein.
Kurssprung von über 11 Prozent
In der gestrigen Handelssitzung legte die Aktie um 11,72 Prozent auf 54,25 Dollar zu. Im nachbörslichen Handel setzte sich die Bewegung fort – der Kurs kletterte zeitweise auf knapp 54,90 Dollar. Damit durchbrach die Aktie wichtige technische Widerstände und notiert deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Marktkapitalisierung schwoll auf über 242 Milliarden Dollar an.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mittlerweile zwischen 76 und 81 – ein Signal für eine überkaufte Marktsituation. Dennoch scheint die Euphorie ungebrochen.
Quartalsvorlage als Lackmustest
Heute nach US-Börsenschluss legt Intel die Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 13,4 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von etwa 0,08 Dollar. Besonders im Fokus steht die Data-Center- und KI-Sparte, für die ein Erlös von circa 4,4 Milliarden Dollar prognostiziert wird.
Der Optionsmarkt preist bereits eine Kursbewegung von rund 8 Prozent in beide Richtungen ein. Die Volatilität ist entsprechend hoch.
Analysten zwischen Vorsicht und Optimismus
Die Einschätzungen der Investmentbanken fallen gemischt aus. RBC Capital Markets bleibt bei "Sector Perform" mit einem Kursziel von 50 Dollar, sieht aber stabile PC-Nachfrage und solide Server-CPU-Umsätze. Bernstein hob das Kursziel leicht von 35 auf 36 Dollar an, bleibt jedoch verhalten mit "Market Perform".
Deutlich optimistischer zeigt sich Seaport Research mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 65 Dollar. Die Analysten setzen auf das Foundry-Geschäft und erwarten hier signifikante Fortschritte.
KI-Nachfrage und politischer Rückenwind
Zwei Faktoren treiben die Aktie. Erstens meldet Intel stärkere Nachfrage nach seinen Server-Prozessoren vom Typ Granite Rapids, die speziell für KI-Infrastruktur konzipiert sind. KeyBanc-Analysten spekulieren sogar über Apple als möglichen Foundry-Großkunden.
Zweitens profitiert der Konzern vom politischen Umfeld. Die US-Regierung hält inzwischen Anteile im Wert von über 20 Milliarden Dollar. Zudem kündigte US-Handelsminister Lutnick Investitionen von bis zu einer Billion Dollar in die heimische Halbleiterindustrie an – ein klares Signal der Unterstützung.
Allerdings steht Intel weiterhin vor enormen Herausforderungen. Das Unternehmen befindet sich in einer kapitalintensiven Investitionsphase und dürfte Analysten zufolge bis 2027 netto unrentabel bleiben sowie weiter Liquidität verbrennen. Die heutige Zahlenvorlage wird zeigen, ob die jüngste Rally gerechtfertigt ist oder einer Korrektur weichen muss.
Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








