Die Aktie von Innovative Industrial Properties bietet Anlegern eine der höchsten Dividendenrenditen am Markt. Doch diese verlockende Ausschüttung steht auf wackligen Beinen. Hinter der zweistelligen Rendite verbergen sich fundamentale Schwächen und eine Branche unter Druck.

Die Zahlen im Detail

Der Hauptgrund für die Skepsis liegt in den Unternehmenskennzahlen. Das Unternehmen zahlt eine vierteljährliche Dividende von 1,90 US-Dollar pro Aktie, was zu einer annualisierten Rendite von über 15% führt. Diese immense Ausschüttung übersteigt jedoch bei weitem die erwirtschafteten Erträge. Der sogenannte Dividend Payout Ratio liegt bei etwa 180% des Nettoeinkommens. Grund dafür ist ein Rückgang der operativen Cashflows (AFFO) um 24% im Vergleich zum Vorjahr auf 1,71 US-Dollar je Aktie. Einfach ausgedrückt: Das Unternehmen zahlt mehr an seine Aktionäre aus, als es derzeit verdient.

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Diese Situation wird durch Probleme im Kerngeschäft verschärft. Etwa 20% der Mieter in den Immobilien des Unternehmens kommen derzeit ihren Mietzahlungen nicht nach. Solche Ausfälle, wie die doppelten Defaults des Mieters PharmaCann Ende 2024 und Anfang 2025, gefährden direkt die Stabilität der Cashflows und untergraben das Triple-Net-Lease-Modell in diesem spekulativen Sektor.

Zwischen Regulierung und Realität

Ein Hoffnungsschimmer für die gesamte Cannabis-Branche kam am 18. Dezember 2025 mit einer Exekutivanordnung zur beschleunigten Einstufung von Cannabis in Schedule III. Diese lang erwartete regulatorische Verschiebung könnte langfristig Steuererleichterungen bringen und die Kreditqualität der Mieter verbessern. Die unmittelbare Marktreaktion war jedoch verhalten und von Volatilität geprägt, da sich die positiven Effekte erst mit erheblicher Verzögerung im Geschäft niederschlagen werden.

Der technische Chart spiegelt die anhaltenden Sorgen wider. Die Aktie notiert deutlich unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten von 50 und 200 Tagen und bewegt sich in der Nähe ihrer 52-Wochen-Tiefs. Analysten bleiben entsprechend vorsichtig; das aktuelle Konsensrating setzt sich aus fünf Verkaufsempfehlungen und drei Neutral-Stimmungen zusammen. Die zentrale Frage lautet, ob das Unternehmen seine leerstehenden Immobilien schnell genug neu vermieten und seine Cashflow-Generierung stabilisieren kann, um die aktuelle Dividendenpolitik zu rechtfertigen.

Die nächste Bewährungsprobe steht am 15. Januar 2026 an, dem Tag der geplanten Dividendenzahlung. Bis dahin wird der Markt genau beobachten, ob die angekündigte Ausschüttung trotz der angespannten finanziellen Lage aufrechterhalten wird.

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