Die InflaRx-Aktie erlebt eine Phase extremer Volatilität. Zwischen regulatorischen Erfolgen, Rückschlägen in der Pipeline und existentiellen Börsen-Herausforderungen schwankt der Titel mit enormen Ausschlägen. Gestern katapultierte eine Zulassungsentscheidung aus Europa die Aktie nach oben – doch der Abwärtstrend bleibt intakt.

EU-Zulassung zündet Kursrakete

Ein regulatorischer Meilenstein sorgte für Furore: Die Europäische Kommission erteilte die Zulassung für Vilobelimab (GOHIBIC®) zur Behandlung von SARS-CoV-2-induziertem Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS). Diese Nachricht entfachte einen wahren Kaufrausch.

Die Aktie schoss am Donnerstag um 25,5% auf 1,255 Dollar nach oben – der höchste Stand seit November 2024. Trotz dieser beeindruckenden Rally zeigt sich die Ernüchterung im Chart: Das Papier notiert immer noch 64,5% unter seinem 52-Wochen-Hoch. Die Skepsis der Anleger regarding der langfristigen Bewertung bleibt spürbar.

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Parallel zu diesem firmenspezifischen Antrieb profitierte InflaRx von einer positiven Stimmung im gesamten Biotech-Sektor. Die Aktie legte separat noch einmal 20,47% zu und erreichte 1,2047 Dollar. Offenbar reagieren Investoren hier besonders sensibel auf Branchentrends.

Nasdaq-Alarm und strategische Neuausrichtung

Doch der Jubel trügt: Im Hintergrund tickt eine Uhr. Bereits am 11. Juli 2025 erhielt InflaRx eine Nasdaq-Mitteilung: Der Kurs lag 30 Handelstage hintereinander unter der Mindestnotierung von 1,00 Dollar. Das Unternehmen hat nun bis zum 7. Januar 2026 Zeit, die Compliance wiederherzustellen. Sollte dies nicht gelingen, droht der Transfer auf den Nasdaq Capital Market.

Gleichzeitig vollzieht InflaRx eine schmerzhafte strategische Wende: Die Phase-3-Studie für Vilobelimab bei Pyoderma gangrenosum (PG) wurde gestoppt. Ein unabhängiges Datenkomitee sah unzureichende Behandlungseffekte. Diese Entscheidung zwingt das Unternehmen zum Fokuswechsel auf INF904, einen oralen C5aR-Inhibitor.

Die Analysten reagierten gespalten: Raymond James stufte von "Strong Buy" auf "Outperform" herab und senkte das Kursziel von 13,00 auf 2,00 Dollar. Guggenheim hingegen hält an "Buy" mit einem 10,00-Dollar-Ziel fest. Eine klare Linie ist nicht in Sicht.

Finanzielle Fundamentaldaten unter der Lupe

  • Liquidität: Mit 53,7 Millionen Euro an Barmitteln und Wertpapieren (Stand: 30. Juni 2025) ist InflaRx bis ins Jahr 2027 finanziert. Ressourcen werden nun priorisiert für die INF904-Entwicklung.
  • Q2 2025 Zahlen: Der Umsatz übertraf die Erwartungen um 81%, das Ergebnis je Aktie (EPS) verfehlte sie jedoch um 14%. Der Nettoverlust belief sich auf 14,4 Millionen Euro.
  • INF904 Timeline: Phase-2a-Daten für chronische spontane Urtikaria (CSU) und Hidradenitis suppurativa (HS) werden zwischen Ende September und Anfang November 2025 erwartet.
  • BDB-001 Royalties: Partner Staidson meldete positive Phase-1/2-Daten für den C5a-Antikörper bei ANCA-assoziierter Vaskulitis (AAV) und plant eine Phase-3-Studie. InflaRx erhält mittlere einstellige Prozentroyalties aus künftigen Verkäufen.

Kann die anstehende Teilnahme an Investorenkonferenzen Anfang September neuen Schwung bringen? Die Cantor Global Healthcare Conference am 4. September und die H.C. Wainwright Conference am 9. September bieten die Bühne für dringend benötigte Klarheit zur Strategie.

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