Besser hätte das Börsenjahr für den Chiphersteller kaum beginnen können. Mit einer prominenten Kaufempfehlung im Rücken und der anstehenden CES vor der Brust rückt Infineon zum Jahresauftakt in den Mittelpunkt. Während die Schwäche im Automobilsektor noch nachwirkt, fragen sich Anleger: Gelingt dem Konzern nun die erfolgreiche Neubewertung als KI-Profiteur?

Analysten sehen Aufholpotenzial

Verantwortlich für die positive Stimmung am heutigen Freitag ist vor allem eine neue Einschätzung von Kepler Cheuvreux. Das Analysehaus führt Infineon als einen seiner „Top Picks“ für das Jahr 2026. Die Experten begründen ihre Zuversicht mit einer erwarteten Erholung im allgemeinen Halbleiterzyklus und der strukturellen Stärke des Unternehmens.

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Besonders das Potenzial im Bereich der KI-Hardware rückt in den Vordergrund. Analysten trauen dem Konzern zu, die Abhängigkeit vom schwächelnden Autogeschäft durch Wachstum im Bereich Künstliche Intelligenz zu kompensieren. Diese Sichtweise stützt den Kurs, der bereits zum Jahreswechsel 2025 eine Bodenbildung andeutete.

Weg vom Auto, hin zur KI

Die strategische Neuausrichtung wird in der kommenden Woche greifbar. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (6. bis 9. Januar) präsentiert Infineon neue Lösungen im Bereich „Edge AI“. Im Zentrum steht die „PSOC Edge“-Familie, die Machine Learning direkt auf dem Mikrocontroller ermöglicht – ohne Zwang zur Cloud-Anbindung.

Diese Technologie gilt als entscheidend für die nächste Generation von Smart-Home-Geräten. Marktbeobachter werten diesen Fokus als wichtigen Schritt, um Infineons Stärke bei Leistungshalbleitern auch in energiehungrigen KI-Rechenzentren auszuspielen. Das Narrativ am Markt verschiebt sich: Infineon wird zunehmend als Infrastruktur-Lieferant für die Datenverarbeitung wahrgenommen, nicht mehr nur als reiner Automobilzulieferer.

Entscheidende Termine

Während die CES kurzfristig für technologische Impulse sorgen dürfte, folgt der fundamentale Realitätscheck am 04. Februar 2026. An diesem Datum legt der Konzern die Zahlen für das erste Quartal vor. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die Margenprognose im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich gehalten werden kann und wie sich der Auftragseingang im Segment Power & Sensor Systems entwickelt hat.

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