JPMorgan hat Infineon heute von „Neutral" auf „Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben. Analyst Sandeep Deshpande sieht den Halbleiterhersteller als einen der zentralen Profiteure des KI-getriebenen Energiebedarfs — und das zu einem Zeitpunkt, an dem der DAX unter geopolitischem Druck auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten gerutscht ist.

KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber

Der Kern der Hochstufung liegt in Infineons Rolle bei der Stromversorgung von KI-Infrastrukturen. KI-Server verbrauchen deutlich mehr Energie als herkömmliche Systeme — spezialisierte Leistungshalbleiter zur effizienten Stromsteuerung werden damit zum Nadelöhr. JPMorgan erwartet, dass Infineons Marktanteil in diesem Segment bis Ende des Geschäftsjahres 2026 und Anfang 2027 erheblich zulegen wird.

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Die Quartalszahlen vom Februar stützen diese Einschätzung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Infineon einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro bei einer Segmentergebnis-Marge von 17,9 Prozent. CEO Jochen Hanebeck sprach von „sehr dynamischer Nachfrage" aus dem KI-Bereich, während andere Märkte gedämpft bleiben.

Automobil-Tief möglicherweise überwunden

Ein weiteres Signal aus der JPMorgan-Analyse: Das schwache Automobilgeschäft, das Infineon zuletzt belastet hat, könnte seinen operativen Tiefpunkt hinter sich gelassen haben. Sollte sich das bestätigen, würde ein bisher bremsender Faktor wegfallen — während das KI-Segment weiter anzieht.

Mittelfristig plant Infineon zudem den Ausbau der Smart Power Fab in Dresden, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Trotz des schwierigen Marktumfelds notiert die Aktie nur knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 37,11 Euro — das neue JPMorgan-Kursziel von 48 Euro impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 29 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.

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