179 Prozent Umsatzwachstum — und trotzdem bricht die Aktie ein. D-Wave Quantum lieferte für das Geschäftsjahr 2025 die stärksten Wachstumszahlen der Unternehmensgeschichte, doch die Börse quittierte das mit einem Kursrückgang von fast 49 Prozent in nur drei Monaten. Das Paradox hat handfeste Gründe.

Wachstum ohne Profitabilität

Der Umsatz stieg auf 24,6 Millionen Dollar, der GAAP-Bruttogewinn kletterte um 265 Prozent auf 20,3 Millionen Dollar. Zahlen, die sich sehen lassen könnten — wären da nicht die Verluste. Der bereinigte EBITDA-Verlust lag bei rund 71,8 Millionen Dollar. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Verlust von 35 Cent je Aktie, was einer Verschlechterung von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Hinzu kommt: Die Buchungen brachen 2024 um 22 Prozent ein, was die Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen unterstreicht. Umsätze aus langfristigen Verträgen und Systemverkäufen fließen erst mit Verzögerung in die Bilanz — die kurzfristige Sichtbarkeit bleibt damit begrenzt.

Seit dem Oktober-Hoch hat die Aktie rund 64 Prozent verloren. Zum Vergleich: Sektorwettbewerber IonQ verlor im gleichen Zeitraum 39,9 Prozent, Rigetti Computing 41,7 Prozent. D-Wave schneidet damit deutlich schlechter ab als die ohnehin gebeutelte Konkurrenz.

Die 550-Millionen-Dollar-Wette

Im Januar 2026 kündigte D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar an — 300 Millionen in eigenen Aktien, 250 Millionen in bar. Das Ziel: den Aufbau eines fehlerkorrigierten Gate-Modell-Quantencomputers erheblich beschleunigen. Die Dual-Rail-Technologie von Quantum Circuits soll qualitativ hochwertigere Qubits ermöglichen und den Ressourcenbedarf für logische Qubits senken.

Die Marktreaktion fiel verhalten aus. Investoren scheinen die Integrationsrisiken und den erhöhten Kapitalbedarf höher zu gewichten als das langfristige Potenzial. Erschwerend kommt hinzu, dass die Aktienanzahl binnen eines Jahres um 68 Prozent auf 369,83 Millionen Stück gestiegen ist — eine Verwässerung, die bestehende Aktionäre spürbar belastet.

Operative Lichtblicke

Nicht alles zeigt nach unten. D-Wave sicherte sich zuletzt Aufträge im Wert von über 30 Millionen Dollar: einen 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie einen 10-Millionen-Dollar-Unternehmensvertrag für Quantum Computing as a Service. Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg um 314 Prozent im Jahresvergleich, der Stride-Hybrid-Solver verzeichnete in nur sechs Monaten ein Plus von 114 Prozent.

Analysten uneins

16 Wall-Street-Analysten kommen auf ein Kursziel-Spektrum von 19,58 bis 45,00 Dollar, mit einem Median von 40,00 Dollar. Die enorme Bandbreite spiegelt die Unsicherheit über Umsetzungsgeschwindigkeit und Kommerzialisierungstempo wider.

Solange D-Wave keinen klaren Pfad zur Profitabilität aufzeigt und die Kapitalverwässerung anhält, dürften Kursrallys strukturell schwer zu halten sein — unabhängig davon, wie beeindruckend die Wachstumszahlen auf dem Papier aussehen.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...