Löst sich der deutsche Chip-Riese endlich von den Sorgen der Automobilindustrie? Während Anleger zuletzt nervös auf schwächelnde E-Auto-Absatzzahlen blickten, zünden Experten jetzt eine völlig neue Stufe der Fantasie. Im Zentrum steht ein bisher unterschätzter Milliardenschatz in der Bilanz, der nichts mit Fahrzeugen, aber alles mit dem größten Technologie-Hype unserer Zeit zu tun hat. Ist das der Startschuss für eine Neubewertung?

Verborgener Schatz im Rechenzentrum

Am Freitag meldete sich Infineon eindrucksvoll zurück. Der Auslöser für den Kurssprung von fast 3 Prozent zum Wochenausklang war jedoch keine Entwarnung aus der Auto-Sparte, sondern eine konzertierte Offensive zweier Analysten-Schwergewichte. Sowohl die US-Bank Jefferies als auch die Schweizer UBS lenkten den Fokus radikal um: weg vom zyklischen Auto-Geschäft, hin zur kritischen Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

Das zentrale Argument ist der enorme Stromhunger moderner KI-Chips. Damit Rechenzentren nicht kollabieren, wird eine hocheffiziente Energiearchitektur benötigt – und genau hier sitzt Infineon mit seiner Sparte "Power & Sensor Systems" an den Schalthebeln.

Die Analysten untermauern ihre bullische Haltung mit konkreten Erwartungen:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?

  • Jefferies (Kursziel 48 Euro): Sieht Infineon an den profitabelsten Schnittstellen der neuen Serverfarmen. Das Aufwärtspotenzial wird auf über 30 Prozent taxiert.
  • UBS (Kursziel 44 Euro): Prognostiziert ein massives Marktwachstum. Allein das Volumen für Stromversorgungslösungen in KI-Rechenzentren soll bis 2030 auf 8 bis 12 Milliarden Euro anwachsen.

Wende in der Wahrnehmung?

Diese Studien kommen genau zur richtigen Zeit. Die Aktie litt monatelang unter der Angst vor sinkenden Margen im E-Mobilitäts-Sektor. Doch die neue Narrative einer "Second Source" für Wachstum scheint bei den Investoren zu verfangen. Der Markt realisiert zunehmend, dass der KI-Ausbau ohne das Power-Management von Infineon physikalisch und ökonomisch an Grenzen stößt.

Die Reaktion der Anleger spricht eine deutliche Sprache: Mit einem beeindruckenden Wochenplus von gut 13 Prozent hat sich das Papier aus der Lethargie befreit und notiert nun bei 36,44 Euro.

Angriff auf die Jahreshochs

Die charttechnische Lage hat sich durch diesen Stimmungsumschwung dramatisch aufgehellt. Das Papier hat wichtige Durchschnittslinien hinter sich gelassen und nimmt nun Kurs auf den entscheidenden Widerstandsbereich.

Das 52-Wochen-Hoch bei 38,80 Euro ist nur noch rund 6 Prozent entfernt. Sollte die Aktie in der kommenden Woche das Momentum nutzen und diese Marke testen, wäre der "Knoten geplatzt". Die kommenden Finanzberichte werden zeigen müssen, ob sich die KI-Fantasie bereits in den Auftragsbüchern niederschlägt oder ob es vorerst ein Versprechen an die Zukunft bleibt. Fest steht: Die einseitige Abhängigkeit vom Automobilsektor wird in den Köpfen der Anleger gerade aktiv abgebaut.

Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:

Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...