JPMorgan hat Infineon hochgestuft — und der Markt reagierte prompt. Am Freitag legte die Aktie im frühen Handel um mehr als fünf Prozent zu, nachdem sie in den Wochen zuvor rund 20 Prozent verloren hatte. Das Upgrade trifft einen Titel, der nach einem Allzeithoch seit 25 Jahren tief gefallen war.

JPMorgan sieht Infineon als KI-Profiteur

Analyst Sandeep Deshpande stufte die Aktie von „Neutral" auf „Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel von 40 auf 48 Euro. Seine These: Infineon gehört zu den größten Nutznießern des wachsenden Energiebedarfs durch KI-Anwendungen. Der Münchner Chiphersteller liefert Lösungen für Energieeffizienz in Rechenzentren — ein Segment, das mit neuen Systemarchitekturen gegen Ende des Geschäftsjahres 2026 weiter an Bedeutung gewinnen soll.

Ergänzend dazu sieht Deshpande Anzeichen einer Bodenbildung im Automobilgeschäft. Nach einer Phase überhöhter Lagerbestände normalisieren sich die Vorräte, was einen neuen Nachfragezyklus einleiten könnte.

Heftiger Rücksetzer nach Jahreshoch

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Ende Februar hatte die Aktie mit knapp über 48 Euro den höchsten Stand seit rund 25 Jahren erreicht — das Ergebnis einer 25-Prozent-Rally zu Jahresbeginn. Was folgte, war ein ebenso scharfer Rücksetzer. Überbestände im Tech-Sektor und gedämpfte Nachfrage aus der Automobilindustrie drückten den Kurs innerhalb eines Monats um mehr als 18 Prozent. Zum Zeitpunkt des Upgrades notierte die Aktie damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 42,26 Euro.

Der breite Analystenkonsens stützt die optimistische Sichtweise: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 47,39 Euro. Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro — etwa sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum — sowie ein EBITDA von 4,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von fast einem Drittel entspräche.

Ob der Rebound vom Freitag nachhaltig ist, hängt wesentlich davon ab, wie schnell sich die Automobilsparte stabilisiert und ob die KI-Infrastrukturthese in den Quartalszahlen greifbare Konturen annimmt. Die nächsten Unternehmenszahlen werden zeigen, ob Deshpandes Einschätzung zum Tiefpunkt im Autogeschäft bereits Realität geworden ist.

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